VORBILDLICHE EHRENAMTLICHE ARBEIT IN FRAUENAU

Gibis macht sich vor Ort ein Bild vom Helferkreis für die Ukraine-Flüchtlinge

10.06.2022
MdL Max Gibis (2.v.l.) hat sich beim Helferkreis Frauenau für die Ukraine-Flüchtlinge um Bernhard Hackl, Bürgermeister Fritz Schreder, Altbürgermeister Herbert Schreiner und Villa-Eigentümer Wolfgang Biewald informiert
MdL Max Gibis (2.v.l.) hat sich beim Helferkreis Frauenau für die Ukraine-Flüchtlinge um Bernhard Hackl, Bürgermeister Fritz Schreder, Altbürgermeister Herbert Schreiner und Villa-Eigentümer Wolfgang Biewald informiert

Auf Einladung des Helferkreises Flüchtlingshilfe Frauenau konnte sich der Landtagsabgeordnete Max Gibis vor Ort ein Bild von dem umfangreichen, ehrenamtlichen Engagement des Helferkreises sowie auch der Situation der aus der Ukraine Geflüchteten machen. Bei einer Tasse Kaffee versammelten sich dazu viele Mitglieder des Helferkreises, darunter allen Voran Bernhard Hackl, Bürgermeister Fritz Schreder, Altbürgermeister Herbert Schreiner sowie viele der Geflüchteten aus der Ukraine samt in Frauenau ortsansässigen Dolmetschern um den großen Küchentisch der Eischvilla, um von der Arbeit und den Sorgen zu berichten.

Bernhard Hackl, der Kopf des Helferkreises, holte etwas aus, um dem Abgeordneten von den Anfängen der Flüchtlingshilfe Frauenau zu berichten, als der Krieg in der Ukraine am 24. Februar 2022 ausbrach. Mit einem von den Arberlandkliniken organisierten Hilfsgütertransport wurden nach komplizierter und anstrengender Rückreise und fast 30 Stunden Fahrzeit die ersten Flüchtlinge mit nach Frauenau gebracht. Der Helferkreis hatte indessen die Eisch-Villa, die vom Eigentümer Wofgang Biewald für die Flüchtlinge zur Verfügung gestellt wurde, allerdings vollkommen leer stand, mit Mobiliar ausgestattet und nutzbar gemacht. „Diese erste Hauruck-Aktion mit Spenden an Öfen, Betten oder Tischen sowie die Einsatzbereitschaft unserer Helfer fasziniert mich noch heute“, so Bernhard Hackl.


In Folge dessen haben die Mitglieder des Helfervereins in ihrem Engagement aber nicht nachgelassen. So sind mittlerweile 40 Flüchtlinge aus der Ukraine in Frauenau untergebracht, darunter alleine 24 – die meisten davon Kinder – in der Eisch-Villa. Bernhard Hackl berichtete dem Abgeordneten dabei von den Spenden für den Helferkreis, um die Flüchtlinge mit Lebensmitteln, Hygieneartikel sowie Unterwäsche und Socken erstversorgen zu können. „Auch die Schulstarter-Kits haben wir zum Beispiel von den Spenden bezahlt“, so Bernhard Hackl. „Auch die Kleiderspenden über die Kleider-Kammer waren uns eine große Hilfe.“ Weiter erzählt Hackl vom großen Engagement, wenn es darum geht, Botenfahrten auszuführen, oder andere Dinge zu erledigen sowie von den Behördengängen, die vom Helferkreis top vorbereitet wurden. „Wichtig zu betonen ist mir auch die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Landratsamt und dem Job-Center sowie auch mit der Grundschule Zwiesel um die Rektorin Corinna Lang, als es darum ging, die Kinder in den Willkommensklassen unterzubringen“, so Bernhard Hackl stolz. „Der Dank der Arbeit ist es, zu sehen, wie alles reibungslos abläuft und dass es den Geflüchteten hier gut geht.“

Dass es den Flüchtlingen in Frauenau an nichts fehlt, das konnten auch die Geflüchteten selbst dem Abgeordneten bestätigen. Teilweise mit Englisch, teilweise mit den zwei ortsansässigen Dolmetschern Viacheslav Moskin und Valentina Sivtseva, die auch gleich wie selbstverständlich ihre Hilfe angeboten haben, gelang die Kommunikation. Außer den Sorgen über ihre Angehörigen und Bekannten in der Ukraine sowie der Situation im Land allgemein, betonten alle, wie sehr sie die Gastfreundschaft und die Unterstützung des Frauenauer Helferkreises schätzten. „Wir haben hier in Frauenau Freunde gefunden, aber man darf nicht vergessen, die Frauenauer haben auch Freunde in der Ukraine gefunden und wir werden hoffentlich irgendwann die Wärme und Herzlichkeit zurückgeben können, die wir hier erfahren haben“, war ein Satz, der allen in Erinnerung bleiben wird.

MdL Max Gibis konnte zum Abschluss nur sein Staunen sowie seinen Dank über das intensive ehrenamtliche Engagement des Helferkreises Frauenau aussprechen. „Danke an wirklich alle, die sich in irgendeiner Weise im Helferkreis einbringen. Jede Hilfe ist wertvoll und wir von den Geflüchteten auch geschätzt“, so Gibis.