"DIGITALES DORF" SCHREITET VORAN

MdL Max Gibis informiert sich bei Bürgermeister Schreiner in Frauenau

07.08.2019
Bürgermeister Herbert Schreiner (l.) präsentiert dem Landtagsabgeordneten Max Gibis stolz eine der digitalen Anschlagtafeln, aktuell die Aushängeschilder des Digitalen Dorfes.
Bürgermeister Herbert Schreiner (l.) präsentiert dem Landtagsabgeordneten Max Gibis stolz eine der digitalen Anschlagtafeln, aktuell die Aushängeschilder des Digitalen Dorfes.

Die Digitalisierung aller Lebensbereiche schreitet unweigerlich voran und macht auch vor dem Bayerischen Wald nicht halt. Zusammen mit der Gemeinde Spiegelau ist die Gemeinde Frauenau seit über zwei Jahren „Digitales Dorf“. Was das genau heißt, welche Projekte aktuell umgesetzt werden sowie welche Herausforderungen die Kommune sonst noch zu bewältigen hat, darüber hat sich der Landtagsabgeordnete Max Gibis nun bei Bürgermeister Herbert Schreiner im Rathaus in Frauenau informiert.

„Frauenau hat sich in den letzten Jahren prächtig entwickelt. Unsere Gemeindefinanzen konnten konsolidiert, sowohl in die Daseinsvorsorge und in die Pflichtaufgaben als auch in die Attraktivität der Gemeinde konnte investiert werden und nicht zuletzt können wir auch auf eine positive Einwohnerentwicklung zurückblicken“, resümierte Bürgermeister Herbert Schreiner. „Die Lebensqualität ist hoch und das nicht nur, weil wir alle Einrichtungen des täglichen Bedarfes anbieten können.“ Zum Aufschwung in Frauenau und zum positiven Image trägt vielmehr auch bei, dass Frauenau nun seit über zwei Jahren „Digitales Dorf“ ist und mittlerweile erste Projekte umgesetzt und somit auch für die Bürgerinnen und Bürger greifbar sind, ist sich Bürgermeister Schreiner sicher. „Das digitale Dorf ist ein weiterer Baustein, um unsere Region anziehend und attraktiv nach außen darzustellen und uns für die Herausforderungen der Zukunft aufzustellen“, zeigte sich MdL Max Gibis erfreut.


Bürgermeister Herbert Schreiner erläuterte dem Abgeordneten die Entwicklung hin zum Digitalen Dorf, lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Technologie-Campus Grafenau und stellte die aktuellen Projekte vor. „Gerade der Technologie-Campus in Grafenau ist ein Segen für die Region. Neben den digitalen Dörfern in Frauenau und Spiegelau werden dort nämlich auch die digitalen Alpendörfer betreut, so dass eine Vielzahl attraktiver Arbeitsplätze in der Region entstanden sind“, so Schreiner. Im Doppelhaushalt 2017/2018 standen für Frauenau und Spiegelau jeweils 100.000 € zur Verfügung. „Erfreulicherweise wurde dieser Haushaltsansatz auch im neuen Doppelhaushalt 2019/2020 beibehalten, so dass für unsere Projekte ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen“, freute sich Herbert Schreiner. Ein großes Lob gab es auch für den „Bottom-Up-Ansatz“ des Förderprogramms. „Es gab keine Förderrichtlinien, die Ideen und Projekte sind aus der Bürgerschaft entstanden und die Abwicklung läuft völlig unkompliziert.“

Aushängeschild des „Digitalen Dorfes“ sind die neuen digitalen Infotafeln, von denen mittlerweile fünf Stück im Gemeindegebiet zu finden sind. Diese sind multifunktionell einsetzbar und beinhalten neben den amtlichen Bekanntmachungen, den Veranstaltungsinformationen, einer Ortskarte auch jede Menge Gästeinformationen. „Die digitalen Infotafeln sind eines der Projekte die Aushängeschild des digitalen Dorfs sind, weil sie für Bürger und Gäste gleichermaßen sichtbar und nutzbar sind“, so Bürgermeister Schreiner. Auch MdL Max Gibis stimmt ihm zu, dass gerade die Digitalisierung von Vorgängen oftmals nicht greifbar wäre. „Solche Aushängeschilder wie die Infotafeln in Frauenau tragen natürlich zur Verankerung und zum Vertrauensgewinn der Digitalisierung in der Bevölkerung bei.“

 „Daneben haben wir aber auch die Vorgänge im Rathaus digitalisiert“, so Schreiner. „Hier wird der Bottom-Up Ansatz am Deutlichsten, denn hier sind viele Ideen aus zahlreichen Workshops mit den Bürgern entstanden.“ Auch das digitale Rathaus ist für den Bürger z.B. bei den Behördengängen, die nun oftmals Online erledigt werden können, ersichtlich. „Dazu kann man sich auch eine vom Technologie-Campus Grafenau entwickelte Rathaus-App herunterladen und damit zum einen Behördengänge erledigen und zum anderen auch mit den Rathaus-Mitarbeitern in Kontakt treten kann.“

„Darüber hinaus haben wir ein Projekt zur Visualisierung der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung umgesetzt. Dies ist natürlich für den Bürger weniger sichtbar, aber für die tägliche Arbeit im Bauhof und im Rathaus unglaublich wertvoll“, betont der Bürgermeister. „Hier wollen wir auch zukünftig noch nachrüsten und Durchflussmesser installieren, um einen Rohrbruch schnell verorten zu können.“ Ein Projekt, das vor alle für die Senioren im Glasmacherort gedacht ist, ist „BLADL – Besser Leben im Alter durch digitale Lösungen“. Dabei werden Senioren für die alltäglichen digitalen Herausforderungen fit gemacht. „Die Resonanz der älteren Mitbürger ist hier riesig“, so Schreiner.

„In diesem Jahr kümmern wir uns vor allem um die Digitalisierung aller Abläufe in der Schule“, schildert der Bürgermeister dem Abgeordneten die weiteren Herausforderungen. „Dank zahlreicher Förderprogramme des Freistaates können wir uns die Breitbandanbindung zum Schulgebäude sowie auch die Digitalisierung der Klassenzimmer fördern lassen. Alles was an Digitalisierung über dieses Förderprogramm hinausgeht, wie etwa ein Computerraum oder Tablets für alle Schüler, bekommen wir über das digitale Dorf gefördert. So können wir uns optimal aufstellen.“ Zu den eigenen Projekten der Gemeinden Frauenau und auch Spiegelau kommt noch das zentrale Digitalisierungsprojekt „Mediland“, das auch im Zuge des digitalen Dorfes vom Technologie-Campus Grafenau gestartet wurde. „Dabei geht es um den Aufbau eines Telemedizin-Netzwerkes zur Verbesserung der medizinischen Versorgung auf dem Land“, beschreibt Schreiner. „Beim Projekt Mediland ist unsere Artpraxis in Frauenau auch mit an Bord, so dass auch die medizinische Versorgung in Frauenau auf dem Weg ins Zeitalter der Digitalisierung angekommen ist.

MdL Max Gibis zeigte sich erfreut, dass das „Digitale Dorf“ in Frauenau so gut angenommen wird und die Bürgerinnen und Bürger auch bei den Projekten mitreden können. „Nach Umsetzung der Projekte in Frauenau gilt es dann einen Weg zu finden, die Digitalisierung aller Lebensbereiche auch auf andere Kommunen zu übertragen. Das ist die Herausforderung“, wagte Gibis abschließend einen Blick in die Zukunft.