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Pressemitteilungen

10.11.2021

NACHHALTIGE UND MODERNE WALDBEWIRTSCHAFTUNG

Abgeordneter Gibis zum Fachgespräch im Forstbetrieb Bodenmais

Die Teilnehmer des Fachgespräches: (v.l.)Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, MdL Max Gibis und Bürgermeister Joli Haller
Die Teilnehmer des Fachgespräches: (v.l.)Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, MdL Max Gibis und Bürgermeister Joli Haller

Zu einem Fachgespräch haben sich der Landtagsabgeordnete Max Gibis sowie der Leiter des Forstbetriebes Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten Jürgen Völkl und sein Stellvertreter Markus Würstl sowie Bürgermeister Joachim Haller getroffen. Dem Abgeordneten Max Gibis war es ein Anliegen, das Gespräch mit den Praktikern vor Ort zu suchen, nachdem über die Rolle sowie die zukünftige Aufstellung der Bayerischen Staatsforsten zuletzt im Bayerischen Landtag, u.a. mit einer Anhörung beraten wurde. Für Gibis stellen die Bayerischen Staatsforsten eine optimale Ergänzung zu den Privatwaldbesitzern sowie den staatlichen Nationalparks dar, in denen modern und nachhaltig der Wald bewirtschaftet wird.

Die Teilnehmer des Fachgespräches: (v.l.)Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, MdL Max Gibis und Bürgermeister Joli Haller
Sowohl MdL Max Gibis als auch Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl und sein Stellvertreter Markus Würstl stimmten der von Joachim Haller eingangs formulierten These zu, wonach im Bayerischen Wald keine isolierte Betrachtung stattfinden darf, sondern es eine Symbiose aus Wirtschaftswald, Tourismus und Naturschutz geben muss. „Auch wenn wir in erster Linie ein Wirtschaftsbetrieb sind, der in normalen Jahren einen deutlichen, finanziellen Beitrag zum Staatshaushalt beisteuert, so sehen wir auch unsere Verantwortung gegenüber dem Naturschutz und dem Schutz unserer heimischen Wälder“, so Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl. „Deutlich über 10% unserer bewirtschafteten Flächen in einer Größenordnung von über 17.000 ha sind aus Naturschutzgründen von der Bewirtschaftung ausgenommen.“ Dazu kommen BaySF-interne Regelungen, wie etwa die sogenannte „Methusalem-Regel“, wonach Bäume mit einem Brusthöhendurchmesser von über 100 cm nicht gefällt werden. „Aber auch dort, wo der Wald bewirtschaftet wird, arbeiten wir nachhaltig. Einem jährlichen Einschlag von 117.000 Festmeter, was einem Schnitt von 7,1 fm/ha entspricht, steht ein jährlicher Zuwachs von 8 fm/ha gegenüber“, erklärt Jürgen Völkl. „Es wachsen damit jährlich rund 10% mehr Vorrat zu als wir ernten.“


MdL Max Gibis lobte die umfangreichen Bemühungen der Bayerischen Staatsforsten, insbesondere des Forstbetriebs Bodenmais, hier vielfachen Bedürfnissen aus unterschiedlichen Richtungen gerecht zu werden. „Insbesondere aufgrund des immer lauter werdenden Rufes nach Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen im Bausektor sowie auch nach regionalen Wertschöpfungsketten, ist eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Staatswälder unabdingbar“, betonte MdL Max Gibis. Anders als bei importierten Hölzern können wir hier Bewirtschaftung und Naturschutz in Einklang bringen.“

Beim Stichwort nachwachsende Rohstoffe und regionale Wertschöpfungskette sprang Bürgermeister Joachim Haller auf und wusste ein Anliegen an den Abgeordneten Max Gibis zu formulieren. „Seit 2011 betreibt die Waldenergie Bodenmais GmbH als 100%-ige Tochter der Bayerischen Staatsforsten ein Biomasse-Heizwerk, mit dem bereits viele Bodenmaiser Betriebe versorgt werden“, so Bürgermeister Haller. „Aufgrund vielfacher Nachfrage nach regenerativer Energie würden wir uns einen Ausbau des Leitungsnetzes wünschen, um noch mehr Abnehmer der Waldenergie aufzunehmen. Dach dafür müssten die Bayerischen Staatsforsten in Vorleistung gehen.“ Joachim Haller betonte insbesondere, dass die Versorgung der Bodenmaiser Tourismusbetriebe mit Energie aus den umliegenden Wäldern zur Imagebildung der Region beitragen könnten und zusammen mit dem geplanten Walderlebniszentrum, in dem die Ansätze der regionalen Nutzung von Rohstoffen erklärt und kommuniziert werden, zu einem die Urlaubsentscheidung prägenden Faktor werden könnte. Max Gibis pflichtete ihm bei und versprach, sich für dieses Anliegen einzusetzen. „Eine bessere Investitionen als dort, wo die gesamte Wertschöpfungskette in der Region verbleibt, kann ich mir kaum vorstellen“, so Gibis.

Zum Abschluss des Fachgesprächs diskutierten die Teilnehmer noch über die Zukunft der Windenergie auf Standorten der Bayerischen Staatsforste im Bayerischen Wald, nachdem Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger dies kürzlich angeregt hatte. „Aufgrund des vorliegenden Windatlas, des zur Verfügung stehenden Geländes sowie auch der FFH-Kartierungen sind auf dem Gebiet des Forstbetriebs Bodenmais etwa 10 Windkraftanlagen möglich“, so Jürgen Völkl. „Allerdings bleiben wir hier der Linie der Bayerischen Staatsforsten treu, wonach die Zustimmung der anliegenden Gemeinden zwingend nötig ist. Da hier momentan keine Zustimmung in Sicht ist, sehen wir im Moment wenige Chancen auf die tatsächliche Verwirklichung von Windkraftanlagen.“