Gibis zum Antrittsbesuch bei FNBW-Geschäftsführer Schwendinger

MdL Gibis und FNBW-Geschäftsführer Schwendinger tauschen sich intensiv aus

2018-01-18

Fast drei Monate ist er mittlerweile im Amt des Geschäftsführers der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald (FNBW). Mittlerweile hat er Besuche in allen Gemeinderäten der Mitgliedskommunen absolviert. Nun hat auch der Landtagsabgeordnete Max Gibis den neuen Geschäftsführer Heinz Peter Schwendinger zu einem Antrittsbesuch aufgesucht, um die grundlegenden Sichtweisen zur Tourismusarbeit in der Ferienregion abzustecken.

MdL Max Gibis (l.) im Gespräch mit dem neuen Geschäftsführer der FNBW Heinz-Peter Schwendinger

Der Landtagsabgeordnete Max Gibis und der gebürtige Salzburger Schwendinger, der bereits für große Tourismusdestinationen wie Kitzbühel oder Obertauern gearbeitet hat und in den letzten Jahren im Oman eine Tourismusfachschule aufgebaut hat, waren sich in Sachen Ausrichtung der Tourismusarbeit der Ferienregion überraschend einig. „Entscheidend für den Erfolg einer Region sind zum einen die Qualität der Unterkünfte, dafür sind die Hotelbetreiber zuständig, und zum anderen das Image einer Region, dafür sind wir als FNBW zuständig“, so der Geschäftsführer Heinz Peter Schwendinger. MdL Max Gibis stimmt ihm hier voll und ganz zu und betonte allerdings: „Erfolgreich kann eine Region nur sein, wenn alle an einem Strang ziehen und sich die Region nach außen als eine Einheit präsentiert.“

Nach einem Dialog über die grundsätzliche Ausrichtung in Sachen Tourismusarbeit widmeten sich die beiden den konkreten Aufgaben der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald in den nächsten Jahren. Der neuen Geschäftsführer Heinz Schwendinger profitiert hier vor allem von seiner langjährigen Erfahrung in der Tourismusbranche, u.a. am Tegernsee, wo ein ähnliches Konstrukt im Tourismusbereich geschaffen wurde. „Ziel muss es sein, einen einheitlichen Kurbeitrag in allen Mitgliedsgemeinden zu erreichen, weil die verschiedenen Beiträge einem Gast bei einem einheitlichen und gesamtheitlichen Angebot nicht vermittelbar sind“, erklärt Schwendinger. „Noch lieber würde ich es sehen, wenn die Erhebung des Kurbeitrages gänzlich von den Hotels und Kommunen weg kommt und von übergeordneten Instanzen übernommen wird. Hier gibt es erfolgreiche Ansätze beispielsweise in Tirol. Die Beiträge selber verbleiben selbstverständlich in der Kommune.“

Als einen Punkt, in dem noch deutlicher Verbesserungsbedarf herrscht, nannte Heinz Schwendinger dem Abgeordneten Max Gibis die Online-Buchbarkeit der Häuser, insbesondere der kleineren Ferienwohnungen. „Die Online-Buchbarkeit ist heute das Zimmer frei Fähnchen und essentiell für das Überleben am Markt. Gerade hier herrscht noch Nachholbedarf im Bayerischen Wald“, so Schwendinger.

Im Weiteren kündigte der Neu-Geschäftsführer neben dem Inlandstourismus eine neue Stoßrichtung der Werbebemühungen an. „Wir sind in diesem Jahr das erste Mal auf der größten tschechischen Tourismusmesse in Prag vertreten. Aufgrund der Nähe sowie der Wirtschaftskraft der Tschechen sind wir eine optimale Feriendestination für Gäste aus dem Nachbarland“, erklärt der FNWB-Geschäftsführer. Insbesondere betonte er, dass man angesichts des begrenzten Budgets seine Kräfte bündeln müsse und er hier die größten Erfolgsaussichten sieht.

Zum Abschluss kam MdL Max Gibis noch auf seine Initiative zum 50-jährigen Bestehen des Nationalparks, der eines der größten Zugpferde des heimischen Tourismus darstellt, zu sprechen. „Angesichts des 50-jährigen Jubiläums des ältesten Nationalparks Deutschlands habe ich ein Geburtstagspaket gefordert, das sowohl Infrastrukturmaßnahmen als auch andere Maßnahmen enthält, die dem Nationalpark eine deutliche Aufwertung und einen neuen Schub geben sollen.“ Heinz Peter Schwendinger begrüßte diese Initiative sehr und führte aus, dass er dazu bereits mit dem Nationalparkleiter Dr. Leibl in Kontakt steht und er mit ihm ein Paket mit Maßnahmen aus dem Bereich Tourismus schnüren wird.