Gibis: "Den Probebtrieb in einen Regelbetrieb überführen"

MdL Max Gibis zu Besuch beim Verein Go-VIT - Gemeinsame Zugfahrt von Gotteszell nach Viechtach

2017-12-21

Der Landtagsabgeordnete Max Gibis hat sich mit dem 1. Vorsitzenden und dem 2. Vorsitzenden des Vereins Go-VIT, Dr. Wolfgang Schlüter und Dieter Neumann, getroffen, um sich über die aktuelle Entwicklung im Probebetrieb der Bahnlinie Viechtach-Gotteszell zu informieren. Der Vorsitzende des Vereins Dr. Wolfgang Schlüter, der sich mit dem Verein der Förderung sowie der Wiederaufnahme des Bahnbetriebes auf der Strecke zwischen Gotteszell und Viechtach verschrieben hat, hat den Abgeordneten dazu zu einer Zugfahrt auf der Strecke sowie einer Besichtigung des mit LEADER geförderten Infopoints in Viechtach eingeladen.

MdL Max Gibis (r.) zusammen mit Dr. Wolfgang Schlüter bei der gemeinsamen Zugfahrt am Bahnhof in Teisnach (Foto: Klaus-Dieter Neumann)

Auf der Zugfahrt von Gotteszell nach Viechtach erläuterten Dr. Wolfgang Schlüter sowie Dieter Neumann dem Abgeordneten die aktuellen Fahrgastzahlen im Probebetrieb. „Neben den offiziellen Zählungen der BEG, die quartalsweise aus Beobachtungen in ausgewählten Zügen berechnet werden, ermitteln  wir als Verein personell aufwändige Stichproben, die die Anzahl Fahrgäste am Zähltag punktgenau erfassen und deren Ergebnisse sofort vorliegen.“ So auch wieder an zwei Tagen vor Weihnachten. So zeigte Dr. Schlüter das Ergebnis der aktuellsten Zählung: 793 Fahrgäste, was mit den entsprechenden Streckenfaktoren heruntergerechnet etwa 548 Fahrgastkilometer entspricht. Die BEG fordert zur Weiterführung des Betriebes allerdings 1000 Fahrgastkilometer täglich. Das letzte Wort bei der Entscheidung über die Überführung des Probebetriebes in einen Regelbetrieb hat allerdings die Bayerische Staatsregierung. „Das ist auch gut so“, ergänzt der 2. Vorsitzende Dieter Neumann, “denn der Richtwert für 1000 Fahrgastkilometer täglich bezieht sich eigentlich auf die Neuerschließung von Bahnstrecken.“

Der Verein Go-Vit hat ganz klar das Ziel ausgegeben, den Probebetrieb ab September 2018 in einem Regelbetrieb fortzuführen. „Wir sind guter Dinge, denn die Akzeptanz sowie die Resonanz bei der Bevölkerung nehmen stetig zu, so nehmen Pendler, Jugendliche, Touristen, aber auch Senioren die Strecke immer besser an. Insbesondere als Zubringerstrecke nach Plattling ist die Verbindung sehr beliebt“, so der Vorsitzende Dr. Schlüter. Am 11. September 2018 endet der Probebetrieb regulär, um eine Fortführung nach diesem Datum organisatorisch leisten zu können, muss eine Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung bereits im Mai fallen.

Auch MdL Max Gibis betonte die Wichtigkeit der Bahnstrecke Viechtach – Gotteszell für die Infrastruktur im Bayerischen Wald sowie den Lokalen ÖPNV. „Die Bahnstrecke ist eine Bereicherung für die Region und mit einer Ertüchtigung der restlichen Bahnübergänge in einem Regelbetrieb kann die Fahrtzeit noch einmal um einige Minuten reduziert werden. Damit ist die Bahn auf dieser Strecke eine echte Alternative“, so der Abgeordnete, der betonte, sich auf alle Fälle bei den zuständigen Stellen für eine Fortführung des Probebetriebes als Regelbetrieb einzusetzen.

Der Verein Go-Vit macht es der Bayerischen Staatsregierung eigentlich leicht, sich für den Regelbetrieb auszusprechen. Denn hier wurde bereits so viel auf die Beine gestellt, dass der Regelbetrieb als Lohn für diese Mühen am Ende stehen müsste. Mit einer LEADER-Förderung wurde an Bahnhof in Viechtach ein Info-Point errichtet, mit dem der Bahnbetrieb mit Leben gefüllt wird. „Hier steht den Fahrgästen immer ein Ansprechpartner zur Verfügung, außerdem planen wir kreative Fahrten, wie Zugkreuzfahrten oder Wanderzugfahrten zum Nationalpark sowie Vorträge und Informationsveranstaltungen im Info-Point“, erklärt der Fördervereinsvorsitzende Dr. Schlüter.

MdL Max Gibis zeigte sich beeindruckt von dem enormen Einsatz des Fördervereins und gab sich ebenfalls optimistisch, dass das Ziel des Vereins, der Regelbetrieb auf der Strecke Gotteszell- Viechtach, erreicht wird. „Das bisher Erreichte spricht für sich. Hier ist eine Bereicherung für die Region entstanden.“