Über 3,5 Mio. Euro für den Stadtumbau im Bayerischen Wald

Bund-Länder-Städtebauförderprogramm bringt Geldsegen für die Region - Über die Hälfte der niederbayerischen Fördergelder erhalten

2017-06-01

Die Landkreise Regen und Freyung-Grafenau erhalten dieses Jahr insgesamt über 3,5 Mio. Euro aus den Mittel des Bund-Länder-Städtebauförderprogramms "Stadtumbau". In Niederbayern unterstützen der Freistaat und der Bund 13 Städte und Gemeinden mit etwa 6,2 Mio. Euro. Damit fließen weit über die Hälfte der biederbayerischen Fördermittel in den Bayerischen Wald. Dabei erhalten die Stadt Freyung dieses Jahr 1,92 Mio. Euro, die Stadt Waldkirchen 1,2 Mio. Euro, Grafenau 90.000 Euro, Bayerisch Eisenstein 240.000 Euro und die Stadt Regen 60.000 Euro.

"Das Bund-Länder-Städtebauförderprogramm "Stadtumbau" bietet den Kommunen Chancen, einen umfassenden Erneuerungsprozess zu beginnen, die Attraktivität in ihren Ortskernen zu steigern und damit auch die Lebensqualität merklich zu verbessern", betont der Landtagsabgeordnete Max Gibis.

In Regen soll mit den Städtebaufördermittel ein Stadtumbaumanager engagiert werden, der die Stadtverwaltung bei der Umsetzung von Projekten zur Aufwertung der Innenstadt unterstützt. Darüber hinaus soll mit dem Abbruch des alten Feuerwehrhauses für neue Entwicklungen in der Innenstadt Raum geschaffen werden. In Bayerisch Eisenstein wurde 2016 das ehemalige Arberwellenbad abgebrochen. In diesem Jahr wird mit der Umstrukturierung des Areals zu einer Grünanlage mit Parkplätzen für die benachbarte Arberlandhalle begonnen. Langfristig ist auch eine Verbindung zum Grenzbahnhof angedacht. Weitere Mittel werden für die Neugestaltung des Anton-Pech-Wegs eingesetzt.

In Freyung wird das Projekt der Volksmusikakademie im sogenannten Langstadel fortgesetzt. Damit entsteht eine attraktive Einrichtung für alle Bürger im Herzen der Altstadt, von der auch Einzelhandel und Gastronomie in der Innenstadt profitieren werden. In Waldkirchen steht im Umfeld des Kaufhauses Garhamer die Neugestaltung der Ringmauerstraße an. Wesentliche Elemente des Umbaus sind die Neuordnung der Zufahrten zum Parkhaus, die Neuordnung der Stellplätze an der Straße sowie die Schaffung größerer und vor allem barrierefreier Bereiche für Fußgänger. In Grafenau sind die Mittel für die Fortführung des Fassaden- und Geschäftsflächenprogramms vorgesehen. Beide Programme wurden in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich eingesetzt, um die Revitalisierung von Leerständen in der Altstadt voranzubringen.

Der Freistaat Bayern und der Bund unterstützen in diesem Jahr im Rahmen des Programms „Stadtumbau“ insgesamt 144 bayerische Städte und Gemeinden mit Fördermitteln in Höhe von rund 56,4 Millionen Euro. Förderschwerpunkte sind im Jahr 2017 auch wieder die bauliche Anpassung der städtischen Infrastruktur, die Wiedernutzung von Industrie- und Gewerbebrachen, die Verbesserung des öffentlichen Raums und die Erhaltung von Gebäuden mit baukultureller Bedeutung.