Erste Behördenverlagerung abgeschlossen

Bayern Labo in Grafenau hat Betrieb bereits aufgenommen - MdL Max Gibis zu Besuch

2017-05-11

Im Frühjahr 2015 gab der Freistaat Bayern bekannt, mehr als 2000 Behördenstellen innerhalb der nächsten 10 Jahre in die ländlichen Regionen Bayerns zu verlagern. Gerade Niederbayern, aber auch der Landkreis Freyung-Grafenau haben von diesen Behördenverlagerungen enorm profitiert. Im Juli 2016 hat die erste Behörde, die nach Grafenau verlagert wurde, nämlich der Förderstützpunkt der Bayern Labo (Landesbodenkreditanstalt), den Betrieb in voller Mannschaftsstärke aufgenommen. MdL Max Gibis nahm dies zum Anlass, sich den Förderstützpunkt einmal anzusehen.

Bürgermeister Max Niedermeier (v.l.), MdL Max Gibis und Abteilungsleiter Norbert Kellermann im Förderstützpunkt der Bayern Labo

Zusammen mit Bürgermeister Max Niedermeier stattete der Landtagsabgeordnete Max Gibis dem Abteilungsleiter des Bayern Labo-Förderstützpunktes in Grafenau, Norbert Kellermann, einen Besuch ab, um sich ein Bild von der ersten abgeschlossenen Behördenverlagerung in den Bayerischen Wald ein Bild zu machen. „Mit einer Mannstärke von insgesamt zehn Personen – sieben Vollzeitbeschäftigte und drei Teilzeitbeschäftigte – haben wir mitten am Stadtberg in Grafenau den Betrieb aufgenommen“, so Norbert Kellermann. Damit wurden nicht nur entsprechende Arbeitsplätze in der Region geschaffen – lediglich drei Mitarbeiter kamen aus München, der Rest wurde vor Ort neu eingestellt -, sondern mit der Wiederbelebung eines Leerstandes am Stadtberg in Grafenau konnte auch ein städtebaulicher Akzent gesetzt werden. Insbesondere Bürgermeister Max Niedermeier zeigte sich über diese Tatsache sehr erfreut.

Die Bayern Labo gehört zum BayernLB-Konzern und ist als Organ des Freistaates Bayern für die Förderung von Wohnraum in Bayern zuständig. So werden Eigenwohnraum, Mietwohnraum und Heimplätze genauso wie Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur mit zinsverbilligten Darlehen gefördert. „Beispielsweise unterstützen wir auch den barrierefreien oder behindertengerechten Umbau von Wohnraum. In Grafenau bearbeiten wir alleine hierfür mehr als 2.000 Förderanträge im Jahr“, erklärte der Leiter des Förderstützpunktes Norbert Kellermann. „Die Zusammenarbeit mit der Zentrale in München funktioniert trotz der Satellitenlage hier im Bayerischen Wald tadellos. Wir sind mehr als zufrieden mit dieser baulichen und organisatorischen Lösung.“

MdL Max Gibis zeigte sich ebenfalls erfreut darüber, dass die erste Verlagerung einer Behörde so reibungslos über die Bühne ging und alle Beteiligten davon profitieren. „Die Stadt Grafenau, die gesamte Region und unsere heimischen Bürger profitieren von dieser Behördenverlagerung“, betonte der Abgeordnete. „Angesichts der weiter fortschreitenden Digitalisierung könnten sogar noch mehr standortunabhängige Abteilungen anderer Behörden oder sogar ganze Unternehmen in die ländlichen Räume verlegt werden“, warb MdL Max Gibis abschließend noch für weitere Verlagerungen – auch privater Unternehmen – in den Bayerischen Wald.