Max Gibis bei einem "Bayerns Best 50" - Unternehmer

Landtagsabgeordneter informiert sich bei der Edeka Stadler & Honner Verwaltungs-GmbH

2016-11-03

Die Möglichkeit, sich über einen „Bayerns Best 50“- Unternehmer zu informieren, der auch noch seinen Firmensitz im Bayerischen Wald hat, wollte sich der Landtagsabgeordnete Max Gibis nicht entgehen lassen und nahm die Einladung von Stephan Stadler und Hans-Jürgen Honner gerne an, den Edeka-Markt in Ruhmannsfelden der Edeka Stadler & Honner Verwaltungs-GmbH zu besuchen. Die beiden Geschäftsführer Stephan Stadler und Hans-Jürgen Honner führten den Landtagsabgeordneten Max Gibis durch einen der mittlerweile acht Edeka-Märkte und konnten ihm dabei zahlreiche Informationen zu Logistik und Betrieb eines Einzelhandelsmarktes, aber auch über regionale Produkte und den heimischen Arbeitsmarkt näher bringen.

"Frische ohne Kompromisse" - so lautet der Wahlspruch des Unternehmens

Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens mit Verwaltungssitz in Frauenau beginnt im Jahr 1995 mit der Gründung der Verwaltungs-GmbH durch die Cousins Stephan Stadler und Hans-Jürgen Honner sowie der Eröffnung des ersten Edeka-Marktes in Arnbruck im Jahr 1996. Seitdem hat sich die Edeka Stadler & Honner Verwaltungs-GmbH kontinuierlich weiter entwickelt auf mittlerweile acht Edeka-Märkte in Ruhmannsfelden, Aiterhofen, Mitterfels, Straubing (3x), Freising und München. „Mittlerweile beschäftigen wir an unseren acht Standorten etwa 350 Mitarbeiter und mit der geplanten Eröffnung eines neuen Marktes in Niederwinkling zum 01.12.2016 wird diese Anzahl auf über 400 Beschäftigte weiter wachsen“, so Stephan Stadler. Dabei setzen die beiden Geschäftsführer allerdings auf ein gesundes und nachhaltiges Wachstum, auf Mitarbeiter aus der Region und soweit es geht auch auf regionale Produkte. „Aus diesen Gründen wurden wir im Jahr 2016 bereits zum dritten Mal vom Bayerischen Wirtschaftsministerium mit dem Preis „Bayerns Best 50“ ausgezeichnet“, informierte Hans-Jürgen Honner zur Geschichte des Unternehmens.

Bei der Besichtigung des neuen Edeka-Marktes in der Schulstraße in Ruhmannsfelden besprachen die beiden Geschäftsführer mit dem Landtagsabgeordneten zunächst das Thema „Nahversorgung im ländlichen Raum“. Obwohl es wirtschaftlich mehr Sinn machen würde, in den Städten Einkaufsmärkte zu eröffnen, sind sich die beiden gebürtigen Bayerwäldler Stadler und Honner der Verantwortung gegenüber dem ländlichen Raum bewusst. „Wir wollen ganz klar den Spagat schaffen und auch die Versorgung im ländlichen Raum sicherstellen“, so Hans-Jürgen Honner. „Dazu muss man allerdings Kompromisse eingehen. Wir werden es nicht schaffen, in jeder kleinen Ortschaft einen Vollsortimenter-Supermarkt zu betreiben, denn um wirtschaftlich arbeiten zu können, muss das Einzugsgebiet auch groß genug sein“, ergänzte sein Cousin Stephan Stadler. „Allerdings ist es durchaus möglich, in erträglicher Entfernung jeder Ortschaft einen Supermarkt zu betreiben, der alle Wünsche des Kunden erfüllen kann. Darauf zielen unsere Bemühungen ab“, so Stadler weiter.

Wie sehr den beiden Geschäftsführern das Thema „Regionalität“, aber auch „Integration“ am Herzen liegt, merkte der Landtagsabgeordnete bei den Ausführungen zu den Beschäftigten und den Produkten. „Wir bilden einen Großteil unserer Angestellten selber aus und bieten daher eine ganze Fülle an Ausbildungen an. Auch unsere Marktleiter sind größtenteils in unserem Unternehmen groß geworden. Darauf legen wir schon sehr viel wert“, betonte Hans-Jürgen Honner, „dabei beschäftigen wir aber auch Mitarbeiter aus 24 verschiedenen Nationen. Neben der Stärkung des heimischen Arbeitsmarktes wollen wir auch integrationswilligen Menschen eine Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt geben“. Darüber hinaus bieten Stadler & Honner auch - soweit es geht - Produkte aus der Region an, um die heimische Wirtschaft zu stärken. „Hier würde uns ein einheitliches Logistiksystem mit einem zentralen Zulieferer, wie es bereits im Bereich Straubing verwirklicht ist, die Arbeit enorm erleichtern. Hier haben wir noch Nachholbedarf“, rufen die beiden Geschäftsführer zur besseren Zusammenarbeit auf.

Auf die Nachfrage von MdL Max Gibis zur Konkurrenz durch den Online-Handel zeigten sich die beiden Cousins entspannt. „Wir sehen darin keine große Gefahr. Unsere Märkte stehen für Frische und Emotionen. Das kann kein Online-Handel bieten.“ Auch die Statistik gibt den Beiden Recht. Gemessen an der Wertschöpfung geht die Schere zwischen Online-Handel und kommerziellem Lebensmitteleinzelhandel immer weiter zu Gunsten der Märkte auseinander. „Trotzdem müssen auch wir unser Angebot und unsere Dienstleistungen weiterentwickeln, so steigt zum Beispiel der Anteil von „Warmen Theken“ und zusätzlichen Speiseangeboten in Lebensmittelmärkten stetig an“, so Stadler und Honner.

Zum Ende des Rundgangs hatten die beiden Geschäftsführer dann auch noch ein Anliegen an die Politik, insbesondere an die bayerische Landespolitik. „Bei der Fortschreibung des Landesentwicklungsplanes (LEP) sollte die Verkaufsfläche für den Lebensmitteleinzelhandel von 1200 qm auf 1800 qm erhöht werden. Nur so können wir das gesamte Sortiment, das der Kunde wünscht, auch anbieten“, erklärte Hans Jürgen-Honner. „Hier wird der ländliche Raum eindeutig benachteiligt, denn in den Städten gibt es keine Beschränkung auf 1200 qm. Der Kunde verzichtet aber nicht auf bestimmte Produkte, er kauft sie dann ganz einfach in den Städten“, ergänzte Stephan Stadler. MdL Max Gibis versprach, diese Anregung in die Arbeit der „Enquete-Kommission für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern“, in der er auch Mitglied ist, einzubringen.

Insgesamt zeigte sich der Landtagsabgeordnete beeindruckt von der Logistik und den Herausforderungen eines Lebensmittelmarktes im ländlichen Raum und dankte für die wertvollen Informationen. Erfreulicherweise plagt die Stadler & Honner Verwaltungs-GmbH auch keine Nachwuchssorgen. Mit Daniel Honner und Anna Stalder ist bereits die nächste Generation im Unternehmen tätig, so dass die Erfolgsgeschichte des Unternehmens aus dem Bayerischen Wald weiter fortgeschrieben werden kann.