Max Gibis informiert sich bei der Polizeiinspektion Regen

PI-Leiter Manfred Buchinger gibt dem Abgeordneten Einblicke in die praktische Arbeit der Polizei

2016-06-29

Landtagsabgeordneter Max Gibis, selbst Mitglied des Innenausschusses im Bayerischen Landtag und somit direkt zuständig für die Belange der Bayerischen Polizei, hat sich bei der Polizeiinspektion Regen über die praktische Arbeit der Polizeiinspektionen informiert. „Es stehen einige wichtige Entscheidungen im Bereich Polizei im Bayerischen Landtag an und dafür hätte ich gerne die Meinung der Inspektionen vor Ort“, so MdL Max Gibis über seinen Besuch bei PI-Leiter Manfred Buchinger und seinem Stellvertreter Armin Süß.

 

MdL Max Gibis (mitte) mit dem PI-Leiter Manfred Buchinger (r.) und seinem Stellvertreter Armin Süß (l.)
MdL Max Gibis (m.) mit dem PI-Leiter Manfred Buchinger (r.) und seinem Stellvertreter Armin Süß (l.)

Zu Beginn der Gesprächsrunde gab der Leiter der Polizeiinspektion Regen, Manfred Buchinger, dem Abgeordneten Gibis einen kurzen Überblick zur Situation sowie zur Struktur des Dienstbereiches Regen. „Die PI Regen hat rund 31.000 Bürgerinnen und Bürger zu betreuen, was mit der aktuellen verfügbaren Personalstärke auch grundsätzlich möglich ist. Obwohl die Dienststelle im Vergleich zu anderen Polizeidienststellen personell relativ gut da steht, ist man aber bei größeren Veranstaltungen in der Regel auf Unterstützungskräfte angewiesen“, beschreibt Buchinger die Situation der PI Regen. „Allerdings rollt auf unsere Dienststelle eine größere Pensionierungswelle zu. Doch die jungen Nachwuchskräfte kommen mit einem sehr hohen Ausbildungsstandard zu uns an die Inspektionen, so dass mir hier nicht angst und bange wird“, bricht er eine Lanze für die Ausbildung der bayerischen Polizei.

Erfreut über diese Nachricht berichtete MdL Max Gibis, dass er und seine niederbayerischen CSU-Kollegen seit geraumer Zeit versuchen, wegen des steigenden Bedarfes an Polizisten einen zusätzlichen Ausbildungsstandort der Bayerischen Polizei in Niederbayern anzusiedeln. „Niederbayern ist der einzige Regierungsbezirk ohne Ausbildungsstandort der bayerischen Polizei. Wegen einer großen Pensionierungswelle sowie dem Thema Innere Sicherheit wird der Bedarf an benötigten Einsatzkräften in den nächsten Jahren stark ansteigen. Wir hoffen deshalb, dass bei der Kabinettsklausur der bayerischen Staatsregierung im Juli eine Grundsatzentscheidung hierzu getroffen wird.“ Inspektionsleiter Manfred Buchinger und sein Stellvertreter Armin Süß begrüßten dieses Vorhaben der niederbayerischen CSU-Abgeordneten. „Neben einigen anderen Standorten, die gerne den Zuschlag für diese zusätzlichen Ausbildungsseminare der bayerischen Polizei hätten, hat auch bereits die Stadt Freyung mit ihrem Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich eine Bewerbung dazu abgegeben, die eine Mitbenutzung von Kapazitäten der Bundeswehrkaserne in Freyung vorsieht“, führte Gibis weiter aus. Buchinger und Süß waren sich einig, dass dies die Attraktivität des Berufes des Polizisten gerade im Bayerischen Wald weiter steigern würde.

Zum Abschluss des Gespräches kamen die Beteiligten noch auf das Thema Schicht- und Arbeitszeitmodelle zu sprechen. Wegen einer EU-Vorgabe zur Höchstarbeitszeit und Mindestruhezeit zwischen zwei Schichten muss das momentane Schicht- und Arbeitszeitmodell der bayerischen Polizei angepasst werden. Die Anpassung ist bereits seit längerer Zeit überfällig, weshalb momentan in bayerischen Polizeidienststellen etwa 20 verschiedene Pilot- Schichtmodelle erprobt werden. „Mit Hilfe dieser Erfahrungen aus den Pilot-Probephasen wollen wir dann neue Schicht- und Arbeitszeitmodelle erarbeiten, welche funktional sind und den EU-Arbeitszeitrichtlinien entsprechen“, so MdL Max Gibis. PI-Leiter Manfred Buchinger gab dem Abgeordneten daraufhin noch ein Feedback zum Thema Arbeitszeitmodelle, welches der Abgeordnete zur Entscheidungsfindung mit nach München nahm. „Wir haben in Regen ein sehr flexibles Arbeitszeitmodell, das auch gut funktioniert, weshalb ich für eine möglichst individuelle Gestaltungsmöglichkeit durch die verschiedenen Polizeiinspektionen bin. Sollte die EU-Richtlinie zur Arbeitszeit wie geplant umgesetzt werden, ist aufgrund der vorgesehenen Regelungen zu Pausen- und Arbeitszeiten davon auszugehen, dass es bei Polizeidienststellen wie der PI Regen zu personellen Engpässen kommen wird, da man für einen Schichtzeitraum von 24 Stunden wesentlich mehr Personal als vorher benötigen würde“, gab Buchinger dem Abgeordneten noch mit auf den Weg.