"Ein höchst innovativer und interessanter Arbeitgeber"

MdL Max Gibis unterwegs mit Bürgermeister Andreas Eckl in Prackenbach

2016-04-19

Bei einem Informationsbesuch in der Gemeinde Prackenbach hat sich der Landtagsabgeordnete Max Gibis beim Bürgermeister Andreas Eckl über die Situation und die anstehenden Herausforderungen der Kommune erkundigt. In seiner Funktion als Mitglied des Ausschusses für Inneres, Kommunales und Sport des Bayerischen Landtages ist MdL Max Gibis sehr am Befinden der heimischen Kommunen interessiert, um mögliche Erleichterungen und unterstützende Maßnahmen in München auf den Weg bringen zu können. Zusammen mit Bürgermeister Andreas Eckl hat er außerdem das Unternehmen „Medienproduktion Holzer“ besucht, einem Musterbeispiel für einen innovativen Arbeitgeber in der Region.

 

Bürgermeister Andreas Eckl (v.l.), MdL Max Gibis und Firmeninhaber Hermann Holzer
Bürgermeister Andreas Eckl (v.l.), MdL Max Gibis und Firmeninhaber Hermann Holzer

Beim Informationsgespräch im Rathaus schilderte Bürgermeister Andreas Eckl dem Abgeordneten die Herausforderungen mit denen sich die 2700- Einwohner Gemeinde konfrontiert sieht. „Wie viele andere Gemeinden im Bayerischen Wald hatten auch wir im Sommer mit Problemen bei der eigenen Wasserversorgung zu kämpfen. Dank des Fernwasseranschlusses konnten wir die fehlenden Kapazitäten im Sommer 2015 allerdings problemlos ausgleichen“, so der Bürgermeister. MdL Max Gibis verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass alle Kommunen gefordert seien, die Warnsignale dieses Sommers ernst zu nehmen und für künftige Trockenzeiten vorzubeugen: „Wenn man sich auf die eigene Wasserversorgung nicht zu 100% verlassen kann, sollten sich die Gemeinderäte Gedanken über die Möglichkeit einer zusätzlichen Versorgung über den Trinkwassertalspeicher in Frauenau machen. Prackenbach hat hier seine Hausaufgaben aber bereits gemacht.“

Eine ganze Fülle von Themen sprach der Prackenbacher Bürgermeister gegenüber dem Landtagsabgeordneten an. So stellte er heraus, dass die Kommune finanziell ganz solide aufgestellt sei, bemängelte aber auch, dass die Finanzausstattung durch den Freistaat immer besser sein könnte. „Gerade Kommunen, die selber gut wirtschaften, müssen dies mit schlechteren Förderkonditionen, wie etwa beim Breitbandausbau, oder sogar mit dem Herausfallen aus Förderprogrammen, wie etwa beim Kommunalinvestitionsprogramm (KIP), bezahlen“. Beim Thema Breitbandausbau ergänzte Bürgermeister Eckl noch, dass aufgrund der 64 Ortsteile umfassenden Gemeinde die Höchstfördersumme wohl nicht ausreichen werde. Hier bat er den Abgeordneten, sich für Nachbesserungen einzusetzen. „Genauso entstehen uns wegen der vielen Ortsteile sehr hohe Kosten bei der notwendigen Sanierung der Wassver- und Abwasserentsorgung“, so Andreas Eckl. MdL Max verwies angesichts der Anliegen des Prackenbacher Bürgermeisters darauf, dass gerade was die Finanzausstattung der Kommunen angeht, in den letzten Jahren Rekordwerte erreicht wurden und hier wohl ziemlich wenig Luft nach oben sei. „Die Anliegen aller Kommunen im Bayerischen Wald sind ähnlich. Deshalb arbeiten wir im Landtag beispielsweise gerade an einer Richtlinie für die Förderung von Härtefällen bei der Sanierung von Wasser- und Abwasserleitungen“, so der Abgeordnete.

Zum Abschluss des Gespräches informierte Bürgermeister Eckl den Landtagsabgeordneten noch über die bisher erfolglose Suche nach einem neuen Hausarzt in Prackenbach. „Wir haben uns sogar an Antenne Bayern mit der Bitte um Hilfe gewandt - doch leider ohne Ergebnis“. Vor allem den fehlenden Pateientenstamm machte der Bürgermeister für die erfolglose Suche verantwortlich.

Bereits vor dem Besuch im Rathaus hatten der Bürgermeister und der Landtagsabgeordnete zusammen die Firma „Medienproduktion Holzer“ in Prackenbach besichtigt. Gründer und Firmenchef Hermann Holzer, der das Unternehmen seit dem Jahr 2000 betreibt und mittlerweile neun Mitarbeiter beschäftigt, führte die beiden Gäste durch den gerade einmal zwei Jahre alten Neubau. „Wir bedienen die ganze Palette an Produkten in der Medienbranche, von Hochzeitskarten über das Bedrucken von T-Shirts bis hin zur Kinowerbung und demnächst sogar 3-D Computeranimationen“, so Hermann Holzer über sein Produktportfolio. MdL Max Gibis zeigte sich angesichts der Ausführungen des Inhabers begeistert von dem innovativen Unternehmen, das hochwertige Produkte für überregionale Kunden allesamt in der Region fertigt. „Unser neuester Mitarbeiter, ein 3-D-Grafiker, ermöglicht es uns nun wirklich die gesamte Palette an Medienprodukten selber zu produzieren. Wir können so noch unabhängiger und kreativer arbeiten“, erklärte Hermann Holzer. Den Abgeordneten Max Gibis beeindruckte vor allem die Fülle an hochwertigen Arbeitsplätzen, die durch eine Firma wie „Medienproduktion Holzer“ im Bayerischen Wald angeboten werden. „Firmen wie diese können unseren jungen Studenten die Perspektive bieten, ihren Traumberuf in ihrer Heimat auszuüben“, so MdL Max Gibis.