Bei der Daseinsvorsorge gut aufgestellt

MdL Max Gibis zum Informationsgespräch bei Bürgermeister Werner Blüml in Böbrach

2015-12-15

 Gut gelaunt konnte Bürgermeister Werner Blüml den Landtagsabgeordneten Max Gibis im Rathaus in Böbrach bei dessen Informationsbesuch in der Gemeinde begrüßen. Angesichts der guten Strukturdaten sowie der erfreulichen Situation in der Kommune, dass sämtliche notwendigen Einrichtungen für die öffentliche Daseinsvorsorge vorhanden sind, erschien dies auch nicht überraschend. Trotzdem konnte der Bürgermeister dem Landtagsabgeordneten ein paar Anregungen mitgeben, die er bei seiner parlamentarischen Arbeit in München einfließen lassen sollte.

 MdL Max Gibis (r.) und Bürgermeister Werner Blüml

 „Generell sind wir bei der Daseinsvorsorge gut aufgestellt“, begann Bürgermeister Werner Blüml das Informationsgespräch mit dem Abgeordneten, „auch unsere Strukturdaten sind angesichts einer Verschuldung von nur 1,4 Mio. Euro bei 1650 Einwohner mehr als in Ordnung.“ Allerdings benötigt die Gemeinde Böbrach unbedingt ein neues Feuerwehrhaus. „Der momentane sicherheitsrechtliche Zustand des Gebäudes ist nicht mehr auf dem neuesten Stand und somit kaum mehr für längere Zeit tragbar. Auch dem andauernden Platzmangel mit Bauhof und Feuerwehr in einem Gebäude musste abgeholfen werden“, führte der Bürgermeister aus. Letztendlich hatte sich die Gemeinde für einen Neubau entschieden, der mittlerweile auch schon von den Behörden abgesegnet wurde. Derzeit befindet sich die Gemeinde allerdings noch in der Planungsphase, so dass noch kaum Aussagen über die abschließenden Kosten des Neubaus getroffen werden können.

Nach einem kurzen Überblick über die Situation und die Herausforderungen der Gemeinde Böbrach konnte der Bürgermeister dem Abgeordneten auch noch kleinere Anliegen vortragen. So fordert Werner Blüml beispielsweise gerade in Zeiten, in denen aufgrund von Trockenheit der Wassermangel im Bayerischen Wald ein akutes Thema ist, eine Lockerung der behördlichen Auflagen bei der wasserrechtlichen Erschließung. „Grundsätzlich haben unsere Quellen im Gemeindegebiet genügend Schüttung, um die Wasserversorgung unserer Bürger zu garantieren, aber schon wegen einer Forststraße im Einzugsgebiet kann es Probleme mit der wasserrechtlichen Genehmigung geben. Ohne die Genehmigung können wir jedoch eben die Wasserversorgung nicht mehr garantieren“, legte Bürgermeister Blüml das Problem dar. MdL Max Gibis stimmte ihm hier durchaus zu und wünscht sich etwas mehr Augenmaß bei wasserrechtlichen Entscheidungen. „Man muss schon vorsichtig sein, dass man hier nicht über das Ziel hinaus schießt“.

 Genauso wünscht sich Werner Blüml auch mehr Handlungsspielraum der Behörden bei Entscheidungen im Baurecht. „Gerade im Hinblick auf unsere demografische Entwicklung muss doch alles dafür getan werden, wenn junge Menschen hier bleiben wollen, ein Bauvorhaben zu unterstützen“. Max Gibis und der Bürgermeister waren sich einig, dass selbstverständlich keine unnötigen Bauten im Außenbereich errichtet werden dürfen und so unsere wunderschöne Landschaft geschützt wird. „Doch manchmal wünscht man sich schon etwas mehr Spielraum in Grauzonen und Grenzfällen. Die Behörden sollten aufzeigen, wie ein Bauvorhaben möglich gemacht wird und nicht wie es verhindert werden kann“, waren sich Blüml und Gibis einig.

Am Ende der informativen Gesprächsrunde kamen der Landtagsabgeordnete und der Bürgermeister noch auf das aktuelle tagespolitische Geschehen in der Flüchtlingskrise zu sprechen. Dabei merkte Werner Blüml an, dass die Gemeinde Böbrach bereits seit Jahren vorbildlich und problemlos bis zu 90 Flüchtlinge und Asylbewerber beherbergt. „Diese humanitäre Hilfe ist eine Selbstverständlichkeit“, so Werner Blüml. Allerdings gab er dem Abgeordneten Max Gibis auch Recht, dass die Lösung in der aktuellen Flüchtlingskrise nur in der Begrenzung der Zuwanderung liegen kann. „Wir werden ansonsten ein gesellschaftliches Problem bekommen“, so MdL Max Gibis.