Die größte Herausforderung ist der Spagat

Bürgermeister Leopold Ritzinger informiert den Abgeordneten Max Gibis über die Lage der Gemeinde Zenting

2015-11-09

Bürgermeister Leopold Ritzinger hat den Landtagabgeordneten Max Gibis bei dessen jüngstem Gemeindebesuch über die Situation der Gemeinde Zenting informiert. Ritzinger sprach dabei vor allem von den besonderen Herausforderungen der 1.200- Einwohner Kommune, die aufgrund ihrer geografischen Lage entstehen. Außerdem eröffnete er dem Landtagsabgeordneten und CSU-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Max Gibis ein paar Wünsche, die er an den Landkreis und den Freistaat Bayern hat.

 

MdL Max Gibis (l.) zusammen mit Zentings Bürgermeister Leopold Ritzinger

Grundsätzlich stellt sich die Lage der Kommune im Vergleich zu anderen Gemeinden in der Größenordnung als ganz zufriedenstellend dar, beschrieb Bürgermeister Leopold Ritzinger die Lage Zentings. „Wir verzeichnen eine wachsende Finanzkraft sowie ansteigende Gewerbesteuereinnahmen in der Gemeinde“. Allerdings bringen diese eigentlich positiven Entwicklungen die Kommune in eine äußerst ungünstige Lage. „Dadurch fallen wir aus manchen Förderprogrammen des Freistaats heraus bzw. kommen für bestimmte Fördertöpfe, wie etwa Bedarfszuweisungen, überhaupt nicht in Frage. Auch beim Breitbandausbau sind wir nicht in den Genuss des Höchstfördersatzes gekommen“, sieht Bürgermeister Ritzinger die Situation zwiegespalten und wünschst sich eine bessere finanzielle Unterstützung durch den Freistaat. In diesem Kontext betonte MdL Max Gibis, dass der Freistaat Bayern beim Breitbandausbau allen Kommunen im Raum für besonderen Handlungsbedarf, zu dem auch der Landkreis Freyung-Grafenau zählt, eine Förderquote von mindestens 80% gewährt hat.

Anschließend eröffnete Leopold Ritzinger dem Landtagsabgeordneten Max Gibis die größte Aufgabe für ihn als Bürgermeister der Gemeinde Zenting. „Der Spagat zwischen der Zugehörigkeit zum Landkreis Freyung-Grafenau sowie der Orientierung der Bevölkerung nach Westen Richtung Landkreis Deggendorf stellt eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar“, so der Bürgermeister. Angesichts des finanziellen Beitrages Zentings zur Infrastruktur und zu anderen Einrichtungen im Landkreis wünscht er sich manchmal eine etwas größere Wertschätzung für die Gemeinde Zenting. „Das Skigebiet am Brotjacklriegel erscheint teilweise nicht einmal in den Landkreis-Prospekten. Das ist schon etwas schade“, so Leopold Ritzinger.

Eine interkommunale Zusammenarbeit mit den westlich gelegenen Kommunen aus dem Landkreis Deggendorf in der ILE „Sonnenwald“ erscheint zwar konsequent, ist aber allerdings nach Aussage des Bürgermeisters keine Folge fehlender Wertschätzung. „Hier geht es ganz einfach um den praktischen Nutzen der Zusammenarbeit, den ich aufgrund der Lage Zentings mit den westlich gelegenen Kommunen im Landkreis Deggendorf einfach als deutlich höher einschätze.“ Bei diesem Thema betonte Bürgermeister Ritzinger, dass er sich immer solidarisch gegenüber dem Landkreis Freyung-Grafenau verhalten wird. „So haben wir beispielsweise auch als eine der ersten Kommunen im Landkreis Asylbewerber und Flüchtlinge aufgenommen“, so Leopold Ritzinger. Sein großer Dank gilt hier insbesondere den ehrenamtlichen Helfern, die für einen reibungslosen Aufenthalt der Asylbewerber im Ort verantwortlich sind.

Der Landtagsabgeordneten Max Gibis fand zum Abschluss lobende Worte dafür, dass Bürgermeister Leopold Ritzinger die Herausforderung des Spagates seiner Gemeinde so gut meistert und bot ihm an, bei Problemen oder Anliegen aller Art immer als Ansprechpartner für Zenting zur Verfügung zu stehen.