Max Gibis setzt Informationstour bei den Kommunen fort

Landtagsabgeordneter zum Gespräch bei Bürgermeister Martin Geier in Schöfweg

2015-08-11

Die parlamentarische Sommerpause im Bayerischen Landtag in München hat gerade erst begonnen und schon nutzt der Landtagabgeordnete Max Gibis die frei gewordene Zeit, um seine Informationstour zu den einzelnen Kommunen im Bayerischen Wald fortzusetzen. Dieses Mal war der Abgeordnete zu Besuch in der Gemeinde Schöfweg und ließ sich von Bürgermeister Martin Geier die aktuellen Entwicklungen in der Gemeinde am Brotjacklriegel schildern.

 

Bürgermeister Martin Geier (l.) mit MdL Max Gibis

Bürgermeister Martin Geier zeigte sich beim Besuch des Abgeordneten Max Gibis sehr gut vorbereitet und informierte ausführlich über die aktuellen Statistiken. „1.287 Einwohnern steht eine Verschuldung von etwa 1,3 Mio. Euro gegenüber, was einer durchschnittlichen Verschuldung von etwa 1000 € pro Kopf entspricht.“ Beim Thema Tourismus betonte er, dass die Gemeinde Schöfweg hier einen ständigen Spagat schaffen muss. „Grundsätzlich sind wir in der ILE „Ilzer Land“ beheimatet und pflegen hier auch eine sehr gute Zusammenarbeit mit unseren Partner-Kommunen. Touristisch werben wir aber für die Sonnenwald-Gemeinden, weil unser Hausberg, der Brotjacklriegel, eben das Aushängeschild der Tourismusregion Sonnenwald darstellt“. Grundsätzlich zeigte sich Martin Geier zufrieden mit der eingeschlagenen Strategie, zumal man als Kommune mit 40.000 Übernachtungen den Tourismus als Standbein nicht vernachlässigen darf. MdL Max Gibis pflichtete ihm in diesem Punkt bei.

Angesprochen auf seine momentan wichtigsten Projekte führte Bürgermeister Martin Geier aus, dass es momentan keinen einzigen gemeindeeigenen Baugrund mehr gibt. „Mein wichtigstes Projekt stellt somit momentan die Suche sowie die Ausweisung eines Baugebietes mit 10-15 Parzellen dar.“ Auch MdL Max Gibis stellt dazu fest, dass dies ein essentielles Projekt für eine nachhaltige und gesunde Entwicklung der Kommune sei. „Gerade wenn die Nachfrage vorhanden ist, wäre es ein Unding an dieser Stelle nicht tätig zu werden“, so der Landtagsabgeordnete. „Durch den Zuzug junger Familien und entsprechendem Nachwuchs könnten wir auch unsere Schule, die wir momentan im Verbund mit Innernzell betreiben, langfristig erhalten. Deshalb müssen wir andere Maßnahmen, wie etwa die Sanierung von Straßen, im Augenblick hinten anstellen“, betonte der Bürgermeister.

Außerdem arbeitet er auch daran, Gewerbeflächen zu erschließen. „Wir haben diesbezüglich Anfragen, was angesichts der Lage an der B533 und der Nähe zur Autobahn zu erklären ist“, so Martin Geier. „Auch wenn ein solches Projekt nur über eine Neuverschuldung zu schultern ist, wäre dies ein nachhaltiger Schritt hin zu einer enormen Verbesserung der Attraktivität der Kommune“. MdL Max Gibis stimmt dem Bürgermeister in dieser Angelegenheit voll und ganz zu und ermunterte ihn, den notwendigen Schritt zu tun, wenn es schon Anfragen gebe. „Ein neues Gewerbegebiet wäre sicherlich ein zukunftsweisendes Projekt, das der ganzen Kommune enormen Schwung und Auftrieb verschaffen kann“, so der Landtagsabgeordnete.

In Anbetracht dessen, dass das Gewerbesteueraufkommen im Vergleich zu anderen Kommunen relativ gering ist, machen die stetig steigende Kreisumlage sowie die trotz des Rückganges der Schülerzahlen stetig steigenden Kosten der Schülerbeförderung erhebliche Sorgen. „Diese Belastungen hindern eine kleine Gemeinde bei dringenden Investitionen in Straßen- oder Gebäudesanierungen“, merkte Bürgermeister Martin Geier im weiteren Gesprächsverlauf noch an. Insgesamt gab er sich allerdings zufrieden über die allgemeine Lage der Kommune sowie optimistisch, diese beiden wichtigsten Projekte der Gemeinde Schöfweg in den nächsten Jahren verwirklichen zu können.