10.000 Häuser-Förderprogramm zum Klimaschutz

Freistaat startet 10.000 Häuser-Programm zum Klimaschutz - Bürger werden bei der energetischen Gebäudesanierung unterstützt

2015-06-26

Die bayerische Wirtschafts- und Energieministerin Ilse Aigner hat diese Woche im Bayerischen Landtag das 10.000 Häuser-Förderprogramm zur energetischen Gebäudesanierung vorgestellt. „Das neue bayerische 10.000-Häuser-Programm stellt einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz dar. Mit Zuschüssen zwischen 1.000 und 18.000 Euro unterstützen wir alle Hausbesitzer bei der energetischen Modernisierung ihrer Häuser“, erklärte der Landtagsabgeordnete Max Gibis.

 Mit dem neuen Förderinstrument für selbst genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser unterstützt Bayern damit die energetische Modernisierung im Gebäudebestand und besonders energieeffiziente Neubauten ebenso wie den beschleunigten Austausch veralteter, ineffizienter Heizungsanlagen. Der Nutzen für die Bürger ist hoch: mehr Unabhängigkeit, mehr Komfort, weniger Energieverbrauch, weniger CO2-Ausstoß, weniger Heizkosten. Zielgruppe ist vor allem der Altbau; es gibt aber auch Anreize für den Neubau.

„Zur Energiewende gehört die Wärmewende. 40 Prozent der Energie werden in Gebäuden eingesetzt. Mit dem neuen Programm werden daher innovative Heizungen und Energiespeichersysteme gefördert. Bayern schafft damit auch ein Konjunkturprogramm für Mittelstand und Handwerk und macht Ernst beim Klimaschutz“, betonte der Landtagsabgeordnete Max Gibis, „wir schaffen individuelle Beispiele, wie die Energiewende bereits im Kleinen gelingt. Und wir zeigen, wie dadurch Großes bewegt werden kann.“ Außerdem will das Programm innovative Techniken voranbringen und Gebäude zum Beispiel über intelligente Stromnetze in das Energiesystem der Zukunft einbinden.

MdL Max Gibis wies ergänzend darauf hin, dass jeder Hausbesitzer gefördert werden kann. Zudem stelle das 10.000 Häuser-Programm ein Alleinstellungsmerkmal für Bayern dar – ein vergleichbares Förderinstrument gebe es in keinem anderen Bundesland, so der Abgeordnete. Damit belegt Bayern einmal mehr seine Vorreiterrolle bei der Energiewende.

Um eine möglichst große Breitenwirkung zu erzielen und um die Bürger in unterschiedlichen Lebenssituationen zu erreichen, gliedert sich das 10.000-Häuser-Programm in zwei Teile: den Programmteil „EnergieSystemHaus“ für grundlegende Sanierungen (oder energieeffiziente Neubauten) sowie den Programmteil „Heizungstausch“ für diejenigen, die keinen großangelegten Umbau verwirklichen wollen oder können.

Das Programm ist für ein Gesamtbudget von 90 Millionen Euro ausgelegt und hat eine Laufzeit von vier Jahren (2015 bis 2018). Der Zuschuss geht von 1.000 Euro bis maximal 18.000 Euro. Je anspruchsvoller das Bauvorhaben, umso höher die Förderung. Die Antragstellung ist sehr unbürokratisch geregelt. Sie erfolgt in Abstimmung mit KfW-Förderverfahren unter Nutzung vorhandener Daten und Unterlagen. Die Anträge werden in Südbayern (Ober- und Niederbayern sowie Schwaben) bei der Regierung von Niederbayern eingereicht. Das Programm startet am 15. September 2015.

Information im Internet und Antragstellung (ab 15.9.2015) unter www.energiebonus.bayern