"Für Familien hervorragend geeignet"

MdL Max Gibis informiert sich bei Bürgermeisterin Gerti Menigat in Lindberg

2015-06-16

Bei seinem Vorhaben sich ein Bild von der Situation aller Gemeinden im Bayerischen Wald zu machen, hat der Landtagsabgeordnete Max Gibis zuletzt in der Gemeinde Lindberg Station gemacht. Bürgermeisterin Gerti Menigat konnte den Abgeordneten im Rathaus zu einem Gespräch über die Herausforderungen und Chancen der Kommune am Rande des Nationalparks begrüßen. Im Kern drehten sich die Gespräche um die Themen finanzielle Ausstattung der Kommune, momentane Bevölkerungsentwicklung sowie künftige Investitionen.

MdL Max Gibis (l.) und Bürgermeisterin Gerti Menigat nach dem Gespräch über die Situation der Gemeinde Lindberg

 „Grundsätzlich können wir seit Jahren nur unsere Pflichtaufgaben als Kommune erfüllen und verzichten auf fast jegliche freiwilligen Leistungen“, eröffnete Bürgermeisterin Menigat dem Abgeordneten gleich zu Beginn des Gesprächs, „ständig stehen Investitionen an, die unbedingt notwendig sind, wie etwa der seit 15 Jahren geplante Neubau des Bauhofes oder die Aufrüstung bei der Wasser- und Abwasserversorgung, so dass kaum finanzielle Spielräume für die Kommune bleiben“.  

Erst dank der Stabilisierungshilfen des Freistaates in den letzten beiden Jahren in Höhe von 750.000 € konnten Darlehen zurückgezahlt und der Schuldenstand etwas gedrückt werden. „Dadurch haben wir wieder etwas Bewegungsfreiheit erlangt“, so die Bürgermeisterin. Trotzdem bat sie MdL Max Gibis um Unterstützung dabei, auch dieses Jahr wieder Mittel des Freistaates aus den Stabilisierungshilfen zu bekommen, um auch langfristig wieder finanziell handlungsfähig zu sein. „Mit den Darlehensrückzahlungen aus den Stabilisierungshilfen, die wir alleine dieses Jahr vornehmen könnten, würden wir jährlich 90.000 Euro an Zins und Tilgung einsparen“, betonte Bürgermeisterin Menigat. Der Abgeordnete versprach ein Gespräch mit Finanzminister Markus Söder zu suchen und lobte in diesem Zusammenhang auch die von der Gemeinde seit vielen Jahren durchgeführten Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen, ohne die es auch bisher keine Mittel des Freistaates zur Stabilisierungshilfe gegeben hätte. 

Im Weiteren legte Bürgermeisterin Menigat dem Landtagsabgeordneten Max Gibis die Herausforderungen,  mit denen Lindberg konfrontiert ist dar. „Auf der einen Seite haben wir aufgrund unserer Lage mit 75% der Gemeindefläche im Nationalpark kaum Gewerbebetriebe, auf der anderen Seite kann Lindberg als eine der wenigen Kommunen im Bayerischen Wald wegen seiner idyllischen und zugleich praktischen Lage nahe dem Nationalpark und Zwiesel seit Jahren eine positive Bevölkerungsentwicklung vorweisen“, führte die Bürgermeisterin aus. MdL Max Gibis bezeichnete die Gemeinde Lindberg nach den Schilderungen von Bürgermeisterin Menigat als „eine für Familien hervorragend geeignete Gemeinde“.

„Mit dem flächendeckenden Breitbandausbau in Lindberg wollen wir in Zukunft sogar noch attraktiver für junge Familien werden, auch wenn es schon jetzt keine Leerstände gibt und auch im neuen Baugebiet, das komplett von der Firma Streicher erschlossen und auch vermarktet wird, bereits wieder 10 der 17 Parzellen, die es dort zu erwerben gibt, reserviert sind“, gibt sich die Bürgermeisterin stolz. Als Ziel für ihre Legislaturperiode gab sie gegenüber Max Gibis noch an, dass sie dem nächsten Bürgermeister und Gemeinderat eine Haushaltssituation hinterlassen möchte, mit der es wieder möglich sei, Investitionen in die Verbesserung der Attraktivität und Zukunftsfähigkeit der Kommune zu tätigen. MdL Max Gibis lobte zum Abschluss die solide Arbeitsweise der Bürgermeisterin sowie die vorausschauende Herangehensweise. „Dies sei absolut keine Selbstverständlichkeit aber vorbildhaft“, so der Landtagsabgeordnete.