Staatliches Hochbauamt stellt Baupläne vor

Der Neubau des Polizei-Dienstgebäudes ist derzeit größtes Projekt

2015-04-07

 „So nahgelegen war eine Baustelle noch nie“, lacht Norbert Sterl, der Leitende Baudirektor im Bereich Hochbau des Staatlichen Bauamts, bei der Vorstellung der Baupläne zum Neubau des Dienstgebäudes der Landespolizei Passau, der direkt in der Nachbarschaft zum Hochbau-Bauamtsgebäude entstehen soll. Die Passauer Abgeordneten Walter Taubeneder und Dr. Gerhard Waschler hatten MdL Max Gibis aus dem Landkreis Freyung-Grafenau als Mitglied des Innenausschusses im Bayerischen Landtag eingeladen, sich gemeinsam ein Bild von den anstehenden Baumaßnahmen und dem aktuellen Planungsstand zu machen.

 

Der leitende Baudirektor im Bereich Hochbau Norbert Sterl, MdL Dr. Gerhard Waschler, MdL Walter Taubenender, MdL Max Gibis und Abteilungsleiter Gerald Escherich (v.l.)

Der sogenannte Weiterführungsauftrag des Innenministeriums sei nach den positiven Beschlüssen für die Baumaßnahme im Haushaltsausschuss des Landtags nun offiziell beim Staatlichen Bauamt eingegangen. „Das es vor dem Hintergrund der schwierigen Finanzierungsfragen nun doch so schnell geht, war nicht absehbar – der Einsatz seitens unserer Abgeordneten hat sich also gelohnt“, betont Sterl. „Es besteht nun kein Zweifel mehr: Der Neubau ist in Bewegung gesetzt – das sind tolle Nachrichten“, ergänzt MdL Gerhard Waschler. Laut Sterl sei es ein guter Zeitpunkt, um sich die aktuellen Baupläne nochmals genau anzusehen: „Gegenüber dem Wettbewerbsentwurf haben wir bei der Erstellung der Haushaltsunterlage-Bau nochmals wirtschaftliche Anpassungen vorgenommen, um das Kostenvolumen unter der Grenze von 50 Millionen Eurozu halten.“ Insgesamt sieht der Bauplan die Zusammenlegung von fünf Funktionseinheiten der Polizei vor: die Polizeiinspektion Passau (PI), die Kriminalpolizeiinspektion Passau (KPI), die Polizeiinspektion Passau Fahndung (PIF), den Operativen Ergänzungsdienst Passau (OEP), sowie den Technischen Ergänzungsdienst Passau (TED). Zudem sollen zentrale Räumlichkeiten und eine Tiefgarage entstehen. Eine Kantine und sowie ein Parkdeck für die Bediensteten sind in einem weiteren, separaten Gebäude vorgesehen.

Dass die Baumaßnahme im Haushaltsausschuss genehmigt wurde, war laut Sterl die wichtigste Voraussetzung: „Die Planungsmittel sind bereitgestellt und wir rechnen im Herbst 2016 sicher mit dem Baubeginn für den Neubau.“ Aktuell benötige man noch Zeit, um weitere Vorbereitungen zu treffen: „Innerhalb der Planungsteams geht es nun in die Detailplanungen hinsichtlich der Werkpläne, Detailpläne und Erstellung der Leistungsverzeichnisse“, erklärt Abteilungsleiter Gerald Escherich. Bis zum Frühjahr 2016 solle das Vergabeverfahren eingeleitet und im August 2016 voraussichtlich der erste Bauauftrag erteilt werden, so dass schließlich im Herbst mit dem Baugrubenaushub und den Gründungsmaßnahmen begonnen werden könne. „Ab April im Jahr 2017 kann dann mit dem Hochbau für das Hauptgebäude begonnen werden - hierfür sind dann zwei Jahre Bauzeit eingeplant.“

„Ein ehrgeiziger Zeitplan“, loben die Abgeordneten die Pläne des Staatlichen Bauamtes. Doch um die Kosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben, sei es erforderlich nun Vollgas zu geben. Wenn die Polizeiinspektion Fahndung umgezogen sei, könne im Juni 2019 mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen werden – „im Spätherbst 2020 soll dann auch die Kantine und das Parkdeck fertig sein“, schließt Sterl die Vorstellung ab. Im Sinne der Polizeiarbeit habe das mit der Planung beauftragte Architekturbüro Wulf aus Stuttgart, das aus einem Architekturwettbewerb als 1. Preisträger hervorgegangen ist, bei der Gebäudeplanung auf ein klares inneres Wegesystem geachtet. Es ist so angelegt, dass trotz des großen Gebäudekomplexes von über 113 Meter Länge keine Abteilungen durchlaufen werden müssen und auf möglichst kurzen Wegen eine reibungslose Arbeit für die Bediensteten gewährleistet wird – „wir arbeiten hier eng mit der Polizei zusammen“, so der leitende Baudirektor weiter.

 MdL Taubeneder, MdL Waschler und auch das Innenausschuss-Mitglied Max Gibis zeigen sich beeindruckt von den Ausführungen der Bauamtsvertreter: „Sowohl aus finanzieller, wie auch gesellschaftlicher Sicht eine bedeutende Maßnahme für die Region“, so die Abgeordneten abschließend.