MdL Max Gibis informiert sich in Kirchdorf

Gespräch mit Bürgermeister Wildfeuer - Besuch des "Getränkehauses Plöchl"

2015-03-19

Der Landtagsabgeordnete Max Gibis hat sich bei seinem Unterfangen, alle Kommunen im Bayerischen Wald zu besuchen, um ein möglichst allumfassendes Bild von der Situation der Gemeinden für seine Arbeit im Innenausschuss des Bayerischen Landtags zu bekommen, zuletzt in Kirchdorf im Wald informiert. Dabei fand sich Max Gibis zunächst im Rathaus bei Bürgermeister Alois Wildfeuer ein, der ihn zum einen über die aktuelle Lage der Kommunen und zum anderen über die anstehenden Herausforderungen aufklärte, ehe die beiden zusammen das „Getränkehaus Plöchl“ besuchten, einen der größten Arbeitgeber in der Gemeinde.

Bürgermeister Alois Wildfeuer (l.) und MdL Max GibisZu Beginn des Gesprächs informierte Bürgermeister Alois Wildfeuer den Landtagsabgeordneten über den aktuellen Ist-Zustand in der Gemeinde. „Seit einem Schuldenhoch vor etwa zehn Jahren hat sich unsere Situation nach und nach verbessert, so dass wir nach Jahren der Konsolidierung wieder recht ordentlich dastehen“, so Alois Wildfeuer. Dabei vergaß Bürgermeister Wildfeuer, der seit 2002 im Amt ist, in den Jahren des Konsolidierungskurses allerdings nicht, nötige Investitionen zu tätigen. MdL Max Gibis lobte die konstruktive Arbeit Wildfeuers in den vergangenen Legislaturperioden, in denen u.a. die Schule generalsaniert und die Wasserversorgung rundum erneuert wurde. Trotz dieser Investitionen sanken die Schulden bis Ende 2014 auf nur noch 2,6 Mio. Euro. „Bis zum Ende der Legislaturperiode werden wir weniger als 2 Mio. Euro Schulden haben. Das ist mein Ziel und das werden wir auch erreichen“, gab sich Alois Wildfeuer selbstbewusst.

Beim Thema der aktuellen Herausforderungen und der anstehenden Aufgaben sprach Bürgermeister Wildfeuer den Breitbandausbau an, den der Gemeinderat bei der letzten Sitzung genehmigt hatte. Rund 250.000 Euro wird die komplette Erschließung mit Glasfaserkabeln in Kirchdorf noch kosten, wobei die Kommune eine Förderung von 90 Prozent erhalten wird. Max Gibis, der sich in der Vergangenheit immer wieder dafür stark gemacht hatte, dass die Kommunen zügig in das neuen Breitbandförderprogramm der Bayerischen Staatsregierung einsteigen, lobte das Vorgehen. „Momentan befinden sich bereits weit über zwei Drittel der bayerischen Kommunen im neuen Förderverfahren. Dies zeigt, dass die Bemühungen des Freistaates, überall in Bayern für Hochgeschwindigkeitsinternet zu sorgen, sehr gut angenommen werden“, ergänzte MdL Max Gibis zu diesem Thema.

Darüber hinaus wird sich die Gemeinde Kirchdorf demnächst ein neues Feuerwehrfahrzeug (HLF 10) anschaffen. Dies war bei dem Gespräch zwischen Max Gibis und Alois Wildfeuer insofern relevant, da der Abgeordnete erst kürzlich die Bürgermeister im Bayerischen Wald darüber informiert hatte, dass voraussichtlich bis Ende Mai die Förderfestbeträge bei der kommunalen Feuerwehrförderung deutlich angehoben werden. Dies soll außerdem rückwirkend zum 1. März gelten, so dass auch Kirchdorf noch in den Genuss der höheren Förderfestbeträge kommen könnten. „Zu 100% spruchreif ist die Anpassung sowie auch die Höhe der neuen Förderfestbeträge selbstverständlich erst nach der offiziellen Bekanntgabe der neuen Zuwendungsrichtlinie“, so Max Gibis.    

Als größte finanzielle Herausforderung in der nächsten Zeit für die Gemeinde Kirchdorf steht demnächst noch die Sanierung der Kläranlage an. In diesem Zusammenhang wies Max Gibis noch darauf hin, dass man im Bayerischen Landtag gerade an einer Regelung für Härtefälle bei der Sanierung der Wasserver- und Abwasserentsorgung arbeite. „Kommunen, die zuletzt schon viel Geld in diesem Bereich investiert haben und auch noch große Investitionen vor sich haben, können möglicherweise mit einer Unterstützung des Freistaates rechnen“, informierte Max Gibis den Bürgermeister.

MdL Max Gibis (zweiter v. l.) zu Besuch bei der Firma Plöchl

Anschließend begaben sich Wildfeuer und Gibis noch zur Firma „Getränkehaus Plöchl“ in Kirchdorf. Firmenchef Ludwig Plöchl und Sohn Ludwig jun., der ebenfalls bereits im Betrieb mitarbeitet, begrüßten den Abgeordneten sowie den Bürgermeister und führten die beiden Besucher in die täglichen Herausforderungen eines mittelständischen Betriebes im Bayerischen Wald ein. Ludwig Plöchl, der seit 1988 den Betrieb führt und ihn 1993 an den Ortsrand auslagerte, um zu expandieren, wies den Abgeordneten darauf hin, dass vor allem die Straßenanbindung einen Standortnachteil für die Unternehmen in der Region darstelle und appellierte daran, hier Verbesserungen herbeizuführen.

Insgesamt stellt sich die Lage der Firma Plöchl, dem größten Getränkeabfüller des Getränkeherstellers „Libella“, aber sehr erfreulich dar. „Erst kürzlich haben wir wieder investierte und eine neue Abfüllanlage eingebaut“, so der Firmenchef. Mit rund 115 Mitarbeitern, davon 65 am Standort Kirchdorf, stellt das Getränkehaus Plöchl einen der größten Arbeitgeber der Gemeinde. Bürgermeister Alois Wildfeuer betonte, dass er sich glücklich schätze, den Betrieb vor Ort zu haben. Auch MdL Max Gibis zeigte sich angesichts der modernen Technik sowie der Anzahl von 150.000 abgefüllten Flaschen mit etwa 35 verschiedenen Getränkesorten täglich sehr beeindruckt und betonte, dass er für die Anliegen der mittelständischen Unternehmen im Bayerischen Wald immer ein offenes Ohr habe.