Bestens für den Einsatz gerüstet

MdL Max Gibis informiert sich über den Neubau der Bergwacht Wolfstein im Skizentrum Finsterau

2015-02-24

 Stück für Stück verwandelt sich das Ski- und Langlaufzentrum Finsterau zu einem professionellen Wintersportzentrum mit überregionalen Veranstaltungen, das sich aber auch bei Einheimischen und Feriengästen nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Bei so vielen Sportlern auf den Loipen darf auch die Bergwacht nicht weit sein, um im Notfall schnell zur Hilfe eilen zu können. Landtagsabgeordneter Max Gibis hat nun die Gelegenheit genutzt und hat sich beim Bereitschaftsleiter der Bergwacht Wolfstein, Christian Kerschbaum, über den Neubau, der gerade am Ski- und Langlaufzentrum Finsterau entsteht, informiert.

 MdL Max Gibis (mitte) mit Fritz Haydn (l.) und Christian Kerschbaum (r.) von der Bergwacht Wolfstein vor dem Neubau

 „Wir sind unglaublich stolz, diesen Neubau verwirklichen zu können“, betonte Bereitschaftsleiter Christian Kerschbaum gleich eingangs gegenüber dem Landtagsabgeordneten. „Neben dem nötigen Mut, das Projekt anzugehen und den vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden hat aber vor allem auch die „Interreg“-Förderung aus EU-Mitteln diesen Neubau erst möglich gemacht.“ Wegen der Zusammenführung und dem Aufbau einer grenzübergreifenden Bergrettungsorganisation mit der Bergrettungswache Kvilda konnte auch auf Mittel aus dem „EU-Interreg“-Fördertopf zurückgegriffen werden.

Während Christian Kerschbaum und der ehrenamtliche Bauleiter Fritz Haydn den Landtagsabgeordneten durch den fast fertig gestellten Neubau führten, gaben sie ihm Details zu den Baukosten und zur Finanzierung. Rund 270.000 € wird das Bauprojekt insgesamt kosten, wobei die Bergwacht Wolfstein eine Förderung von rund 70% der Kosten über das EU-Förderprogramm „Interreg“, welches Bestandteil des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist, bekommt. „Die restlichen 30% der Baukosten müssen wir mit Hilfe von Eigenmitteln aufbringen. Hier sind wir auf Spenden, Unterstützung der Bergwacht Bayerwald sowie natürlich auf die Hilfe der vielen ehrenamtlichen Helfer angewiesen“, so Bereitschaftsleiter Christian Kerschbaum. „Bisher haben wir in Eigenleistung in etwa 3200 Arbeitsstunden erbracht“, sprach Kerschbaum ein großes Lob an alle Helfer aus.

Nötig wurde der Neubau der Bergwacht Wolfstein, deren Haupteinsatzgebiete das Skizentrum Mitterfirmiansreut sowie das Ski- und Langlaufzentrum Finsterau sind, weil sie trotz sehr hoher Einsatzzahlen keine zentrale Unterkunft im Einsatzgebiet besaß. „Mit dem Standort in Finsterau haben wir nun einen zentralen Schulungsraum, Garagen für unsere Fahrzeuge sowie einen Sanitätsraum“, erklärte Christian Kerschbaum. „Mit 70 bis 100 Einsätzen haben wir im Vergleich zu den umliegenden Bergwachten vergleichsweise hohe Einsatzzahlen. „Außerdem war in dem grenzübergreifenden Einsatzgebiet im Wander- und Langlaufgebiet zwischen Mauth und Kvilda keine ständige alarmier- und einsetzbare Bergrettung verfügbar“, erläuterte Christian Kerschbaum, „mit dem Neubau des Bergrettungszentrum mitten in diesem Einsatzgebiet haben wir nun die Möglichkeit ein Rettungsnetzwerk bzw. einen Ausgangspunkt für Rettungseinsätze zusammen mit unseren tschechischen Nachbarn aufzubauen.“

In etwa 50 „Bergwachtler“, rund 20 davon aktiv, stehen dem Bereitschafsleiter bei Notfällen zur Verfügung. Dank einer Änderung im Bayerischen Rettungsdienstgesetz im letzten Jahr müssen nun Arbeitnehmer für Bergwachteinsätze von ihrer Arbeit für die Dauer des Einsatzes frei gestellt werden, ähnlich wie bei den Feuerwehren. Christian Kerschbaum dankte dem Abgeordneten Max Gibis stellvertretend für die beschlossene Änderung, da sie es den Bergwachten nun leichter macht, bei Einsätzen das nötige Personal zur Verfügung zu haben.

MdL Max Gibis, der aufgrund seiner Tätigkeit im Innenausschuss des Bayerischen Landtages für die Rettungsdienste in Bayern zuständig ist, zeigte sich sehr erfreut über das Engagement der Bergwacht Wolfstein vor Ort und brachte seine volle Unterstützung auch für alle Anliegen anderer Art zum Ausdruck. Außerdem bedankte er sich im Namen der Bürgerinnen und Bürger bei der Bergwacht Wolfstein für die schnelle und unkomplizierte Hilfe, die ihnen bei Unfällen auf der Skipiste, in der Loipe oder am Berg zu Teil wird.