"An attraktiven Arbeitgebern mangelt es nicht"

MdL Max Gibis besucht zusammen mit Bürgermeister Heinz Pollak mehrere Firmen in Waldkirchen

2015-03-03

Bei einem Informationsbesuch in Waldkirchen haben der Bürgermeister Heinz Pollak und der Landtagsabgeordnete Max Gibis mehrere Firmen besichtigt und sich ein Bild von den Arbeitgebern der Region gemacht. Zuvor erläuterte Bürgermeister Heinz Pollak dem Abgeordneten im Rathaus die Lage der Stadt Waldkirchen. Dabei wies er den Landtagsabgeordneten auf die Herausforderungen der Stadt hin und bat ihn bei manchen Angelegenheiten um Unterstützung.

MdL und Bürgermeister bei der Firma Parockinger

Zu Beginn des Gespräches im Rathaus brach Bürgermeister Heinz Pollak eine Lanze für das Krankenhaus Waldkirchen, das weit über die Stadtgrenzen hinaus einen guten Ruf genießt und deshalb unbedingt auch langfristig erhalten werden müsse. MdL Max Gibis verwies dabei auf das Strukturgutachten, das vom Kreistag in Auftrag gegeben wurde. Erst wenn das vorliegt, wird man in die Diskussion über die zukünftige Krankenhausstruktur im Landkreis einsteigen können. Im Vordergrund müsse eine möglichst optimale Patientenversorgung stehen. Jedoch dürfen natürlich auch betriebswirtschaftliche Punkte nicht außer Acht gelassen werden, so Max Gibis.

Um Unterstützung bat Heinz Pollak den Abgeordneten dann beim Thema Breitbandausbau und beim Mobilfunkausbau im Bereich um Waldkirchen. Beim Breitbandausbau laufe zwar gerade das neue Förderprogramm der Bayerischen Staatsregierung, bei dem die Kommunen in Bayern bis 2018 mit 1,5 Mrd. € unterstützt werden, doch bereiten mancherorts die Vielzahl von bestehenden Kleinanbietern Probleme, so Bürgermeister Pollak. "Im Gebiet um Böhmzwiesel wird die versprochene Breitbandrate nicht erreicht. Wegen des Bestandschutzes für Anbieter kann im Zuge des neuen Förderprogrammes aber auch nicht investiert und ausgebaut werden." Auch beim Thema Mobilfunkausbau müssten die letzten verbliebenen "weißen Punkte" auf der Landkarte beseitigt werden, betonte Hein Pollak. MdL Max Gibis versprach das Thema mit nach München zu nehmen und dort gemeinsam mit den Abgeordnetenkollegen nach Lösungen zu suchen.

 Als nächstes Thema beim Gespräch der Beiden stand der Punkt „Finanzielle Mittel“ der Stadt Waldkirchen auf der Agenda. Wie viele andere Kommunen, benötige auch Waldkirchen eine bessere finanzielle Ausstattung, vor allem um nötige Investitionen in die Infrastruktur, die Verbesserung der Wirtschaft und in die Ankurbelung des Tourismus vorzunehmen, betonte Bürgermeister Heinz Pollak. MdL Max Gibis verwies in diesem Zusammenhang auf den neuen Rekordbetrag bei den Schlüsselzuweisungen des Freistaates Bayern, die im Jahr 2014 an die Kommunen geflossen sind. „Außerdem werden zum Jahr 2015 noch einmal die Stabilisierungshilfen um 20 Millionen auf 120 Millionen Euro erhöht. Auch die Stadt Waldkirchen könnte in den Genuss dieser Mittel kommen, wenn sie sich aktiv darum bemüht“, so der Landtagsabgeordnete. Voraussetzung dafür sei immer, dass die Kommune einen Konsolidierungsprozess beginnt; also eigene Anstrengungen unternimmt, um den Haushalt zu konsolidieren. Dass dies kein unmöglicher Prozess sei, haben in den letzten Jahren zahlreiche Kommunen im Bayerischen Wald bewiesen. Diese profitieren nun von den Zuweisungen aus dem Topf der Stabilisierungshilfen.

 Am Ende des Gespräches im Rathaus bedankte sich Bürgermeister Heinz Pollak noch beim Landtagsabgeordneten für dessen Einsatz in Sachen geplanter Sollstellenreduzierung bei der Polizeistation Waldkirchen. Anschließend besuchten der Bürgermeister und der Landtagsabgeordnete noch mehrere Firmen in der Region Waldkirchen.

Dabei besichtigten die Beiden zunächst die Firma Stahl- und Metallbau Jakob. Firmeninhaber in der dritten Generation, Alois Jakob, stellte dem Bürgermeister und dem Abgeordneten sein Unternehmen vor. "Wir sind stolz darauf 45 Arbeitnehmer zu beschäftigen, die größtenteils noch das klassische Handwerk ausüben." Fast sämtliche Mitarbeiter sind eigens vom Betrieb ausgebildet worden und deshalb pflegt Firmeninhaber Alois Jakob auch ein Vertrauensverhältnis zu seinen Mitarbeitern, die er als sein größte Kapital bezeichnet. "Unsere Kunden befinden sich größtenteils in einem Einzugsgebiet um 250 Kilometer um Waldkirchen", erklärte Alois Jakob noch zu seinem Verbreitungsgebiet. 

Heinz Pollak und Max Gibis bei der Firma GedoreZu einem Global Player ging es im Anschluss. Die Firma "Gerode" stellt Werkzeuge aller Art für den Weltmarkt her und kann hier insbesondere mit seinen Komplettlösungen überzeugen. Das Werk Waldkirchen produziert dabei vor allem Schraubenschlüssel, Zangen und Hämmer, erläuterte Werksleiter Walter Kremsreiter dem Bürgermeister Heinz Pollak und dem Abgeordneten Max Gibis. "Momentan beschäftigen wir 95 Mitarbeiter am Standort Waldkirchen und liefern die Ware weltweit aus", betonte der Werkleiter nicht ohne Stolz.

Am Ende der Firmenbesichtigungen nahmen sich Heinz Pollak und Max Gibis noch Zeit für einen mittelständischen Betrieb. Die Zimmerei und Dachdeckerei Parockinger erläuterte in Person von Firmenchef Josef Parockinger die Herausforderungen und Probleme der mittelständischen Betriebe. Wie die beiden anderen Firmen auch macht der Firma Parockinger vor allem der Mangel an Auszubildenden zu schaffen. "Gerne würden wir unsere Belegschaft von momentan 16 Mitarbeitern noch um den einen oder anderen Lehrling aufstocken. Auch der Breitbandanschluss befindet sich auf dem untersten Niveau dessen, was für einen Betrieb nötig ist", verwies Josef Parockinger auf das Problem, das MdL Max Gibis und der Bürgermeister bereits zuvor im Rathaus besprochen hatten.

Am Ende der Firmenbesichtigungen zeigten sich sowohl Bürgermeister Heinz Pollak als auch MdL Max Gibis sehr angetan von den tollen und attraktiven Arbeitgebern der Region, die für die Wertschöpfung vor Ort sorgen. "Wir müssen unseren jungen Bürgern nur klar machen, dass wir eine Vielzahl an hervorragenden Arbeitgebern und Ausbildungsplätzen im Bayerischen Wald haben und sie nicht für eine Ausbildung in eine größere Stadt ziehen müssen", so das Fazit von Max Gibis, "denn an attraktiven Arbeitgebern in der Region mangelt es uns nicht!"

 Die gesamte Famile begrüße die Besucher bei der Firmenbesichtigung des Unternehmens von Alois Jakob