Hinterschmding: Ein weißer Fleck auf der Breitband-Landkarte

MdL Max Gibis zu einem Informationsgespräch bei Bürgermeister Fritz Raab in Hinterschmiding

2014-12-18

„Jede Kommune im Bayerischen Wald besuchen“. Das hat sich der Landtagsabgeordnete Max Gibis vorgenommen, um sich auch wirklich einen umfassenden Überblick über die Lage der Kommunen machen zu können. Auf Einladung des Bürgermeisters Fritz Raab, der seit Mai dieses Jahres in Amt und Würden ist, hat Max Gibis nun die Gemeinde Hinterschmiding besucht und sich mit dem Bürgermeister auf ein Informationsgespräch im Rathaus getroffen.

MdL Max Gibis zusammen mit Bürgermeister Fritz Raab (l.)
„Nur durch die aktuellen Informationen vor Ort bei den Kommunen kann ich bei meiner Arbeit im Bayerischen Landtag im Ausschuss für Inneres, Kommunales und Sport konkrete Anliegen ansprechen“, so begründet MdL Max Gibis seine Besuche bei den Bayerwaldgemeinden, die er das ganze Jahr über, immer wenn zeitlich etwas Luft war, wahrnahm. Bei seinem Besuch in Hinterschmiding lobte Max Gibis zunächst das Rathaus, das er als eines der schönsten im Bayerischen Wald bezeichnete, ehe ihn Bürgermeister Fritz Raab über die Eckdaten der Gemeinde informierte.

 „Grundsätzlich ist die Gemeinde finanziell gut aufgestellt“, berichtete Bürgermeister Fritz Raab. „Die Gewerbesteuereinnahmen sind auf einem zufriedenstellenden Niveau, die Verschuldung ist mit 2,45 Mio. € bei etwa 2500 Einwohnern durchschnittlich und momentan haben wir sogar Überschüsse von ca. 400.000 € im Haushalt.“ Auch ein Blick in die Zukunft sieht nicht schlecht aus: Nach vorsichtigen Schätzungen dürfte sich die freie Finanzspanne im kommenden Haushaltsjahr etwa zwischen 200.000 € und 300.000 € bewegen.

 Allerdings stehen demnächst auch wieder zahlreiche Investitionen an, betonte Fritz Raab gleich im nächsten Satz. Teile der Wasser – und Abwasserversorgungsleitungen seien dringen sanierungsbedürftig, hier muss in den nächsten Jahren viel Geld investiert werden. Für die Freiwillige Feuerwehr Hinterschmiding steht im kommenden Haushaltsjahr die Beschaffung eines LF 20 an. Außerdem muss auch das undichte Dach des Rathauses dringen saniert werden, so Bürgermeister Raab. An dieser Stelle bat er den Landtagsabgeordneten darum, die Gemeinde bei der Suche nach Fördermöglichkeiten, allen voran bei der Denkmalschutzbehörde, zu unterstützen. MdL Max Gibis sagte seine Unterstützung zu und informierte Bürgermeister Raab noch, dass man im Bayerischen Landtag momentan nach Wegen suche, Kommunen zu entlasten, die bei der Sanierung von kommunalen Wasserver- und Abwasserentsorgungsanlagen durch besondere Härte betroffen sind.

 

 Zum Ende des Informationsbesuches lenkte MdL Max Gibis das Gesprächsthema noch auf den bevorstehenden Breitbandausbau. Bürgermeister Fritz Raab merkte dazu gleich zu Beginn an, dass sich Hinterschmiding momentan noch als ein weißer Fleck auf der Landkarte der Glasfasernetze darstellt, weil bisher kein einziges Glasfaserkabel auf dem Gemeindegebiet verlaufe. „Allerdings werden wir im Zuge des neuen Breitbandförderprogramms der Bayerischen Staatsregierung das Gemeindegebiet nahezu vollständig mit Hochgeschwindigkeitsinternet ausstatten. Außerdem wollen wir die Gelegenheit nutzen und bei den Sanierungsarbeiten bei den Wasser- und Abwasseranlagen weitere Leerrohre mitverlegen, um zu einem späteren Zeitpunkt Glasfaserkabel nicht nur zu den Verteilerkästen sondern direkt in die Wohnhäuser legen zu können“.

 

Max Gibis lobte dieses Vorgehen des Hinterschmidinger Bürgermeisters ausdrücklich und ermuntere noch einmal dazu, die vom Freistaat gewährte Höchstfördersumme möglichst voll auszuschöpfen und den Breitbandausbau vollumfänglich zu planen. „Wenn ein vollständiger Überblick über alle Kommunen in Bayern vorliegt und das Finanzministerium zu dem Schluss kommt, dass noch Finanzmittel übrig sind, so werden sicherlich diejenigen Kommunen als Erste zum Zug kommen, die bereits Planungen, die über die aktuellen Förderhöchstbeträge hinausgehen, vorlegen können“, so der Landtagsabgeordnete.