Es tut sich was in Ruhmannsfelden

Abgeordneter Max Gibis zum Informationsbesuch bei Bürgermeister Werner Troiber in Ruhmannsfelden

2014-09-26

Ein halbes Jahr nach den Kommunalwahlen hat sich Bürgermeister Werner Troiber (CSU) bereits vollständig eingearbeitet und packt ein Projekt nach dem anderen in Ruhmannsfelden an. Bei der Kommunalwahl im März hatte sich der 52-jährige gegen drei Mitbewerber bereits im ersten Wahlgang durchgesetzt und leitet seitdem die Geschicke der Marktgemeinde. Landtagsabgeordneter Max Gibis (CSU) folgte nun der Einladung Werner Troibers, sich einen Überblick über die Situation in der Marktgemeinde zu verschaffen.

 MdL Max Gibis im Gespräch mit Bürgermeister Werner Troiber (r.)

 Zu aller erst kam Max Gibis auf die Ortsumgehung Ruhmannsfelden der B11 zu sprechen, die in der Vergangenheit vermehrt Schlagzeilen produziert hatte. „Die Variante Westumgehung steht und im Frühjahr soll das Planfeststellungsverfahren beginnen“, brachte Bürgermeister Werner Troiber den aktuellen Stand der Lage auf den Punkt. „Ich bin guter Dinge, dass hier endlich etwas voran geht“. 

 Kopfzerbrechen bereitet Bürgermeister Troiber momentan der Bau des Naturbadeweihers, den die Bürger des Marktes Ruhmannsfelden per Bürgerentscheid beschlossen haben. Vor etwa genau einem Jahr stimmten 53% der Ruhmannsfelder für den Bau des Naturbadweihers zu einer damals geschätzten Summe von knapp 900.000 Euro. Mittlerweile sind die Gesamtkosten für das Projekt allerdings auf mindestens 1,4 Millionen Euro gestiegen, so dass trotz EU-Förderung alleine der Markt Ruhmannsfelden nun etwa 600.000 Euro aufbringen müsste.

 „Da der Bürgerentscheid allerdings für den Marktrat bindend ist, müssen wir den Naturbadweiher nun bauen, ob wir wollen oder nicht“, resümiert Bürgermeister Werner Troiber das Fazit aus seinen Bemühungen der letzten Wochen. „Zahlreiche Straßen im Ort sind seit Jahren sanierungsbedürftig. Dies wäre ein weitaus sinnvollerer Verwendungszweck für diese Finanzmittel gewesen“, so Bürgermeister Troiber.

 Trotz der fehlenden finanziellen Mittel zur Straßensanierung lobte MdL Max Gibis den Ruhmannsfeldener Bürgermeister für seine Kreativität in dieser Thematik. Werner Troiber konnte sogenannte „Straßenpaten“ gewinnen, die sich nun in Zukunft um die Pflege sowie die Beseitigung von Abfällen in bestimmten Straßen kümmern werden. Neben ein paar weiteren kreativen Ideen zur Instandhaltung der Straßen in Ruhmannsfelden und zur Entlastung des Bauhofes kündigte Bürgermeister Troiber auch den Einstieg in das Sanierungsprogramm der Kernwegnetze des Amtes für Ländliche Entwicklung an. MdL Max Gibis hatte vor kurzem mit einem Schreiben alle Bürgermeister im Landkreis über das Förderprogramm informiert, bei dem u.a. Gemeindesverbindungsstraßen mit hohen Fördersätzen saniert werden können.

 Obwohl auch Mittel für die Sanierung des Schuldaches, das bereits lange aufgeschoben wurde, in den nächsten Haushalt eingeplant werden müssen, zeigte sich Bürgermeister Troiber gegenüber dem Landtagsabgeordneten Gibis doch optimistisch, was die Entwicklung des Marktes angeht. „Mehrfach konnte ich bereits Gewerbetreibende für Leerstände im Ortskern begeistern und für eine Konzeptentwicklung motivieren, so Werner Troiber. „Momentan bin ich auch wieder im Gespräch mit einem weiteren Investor, der eventuell einen größeren Leerstand in Ruhmannsfelden übernehmen und zudem zwischen 10 – 15 Arbeitsplätze schaffen möchte.“

 Landtagabgeordneter Max Gibis bedankte sich für das offene Gespräch und die detaillierte Auskunft über die Lage des Marktes Ruhmannsfelden. Außerdem bot er Bürgermeister Werner Troiber an jederzeit als Ansprechpartner bei Problematiken aller Art zur Verfügung zu stehen.