Am Arbersee entsteht eine hochmoderne Biathlonanlage

Abgeordneter Max Gibis informiert sich über die neue Biathlonanlage im Hohenzollern Skistadion

2014-09-23

Der Landtagsabgeordnete Max Gibis hat sich über den Stand der Bauarbeiten und die Entwicklung der neuen Biathlonanlage am Arbersee informiert. Zusammen mit dem Geschäftsführer der ArberLand REGio GmbH, Herbert Unnasch, dem Vorsitzenden des Fördervereins Landesleistungszentrum Arber (LLZ), Hermann Kastl, sowie dem Präsidenten des Ski-Gau Bayerwald, Hans Plötz, machte sich MdL Max Gibis vor Ort im Hohenzollern Skistadion am Arbersee ein Bild von der aktuellen Lage.  

 

Arberland Regio GmbH Geschäftsführer Herbert Unnasch, Skigau Bayerwald Präsident Hans Plötz und Fördervereinsvorsitzender Hermann Kastl schildern dem Abgeordneten Max Gibis die Ausbaupläne.

Ermöglicht wurde dieses für den Landkreis einzigartige Großprojekt durch eine spontane Förderzusage des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer im Rahmen einer Deutschen Biathlonmeisterschaft im Jahr 2011. Damals versprach Horst Seehofer zwei Millionen Euro an Fördergeldern für eine moderne, voll ausgestattete Biathlonanlage im alten Hohenzollern Skistadion. Mittlerweile haben die Verantwortlichen vor Ort ihre Hausaufgaben mehr als gemacht und der Ausbau läuft bereits auf vollen Touren. Von den rund 2,8 Millionen Euro zur Verfügung stehenden Gesamtmitteln wurden bis heute bereits Aufträge in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro vom Bauherrn, dem Förderverein LLZ, vergeben. Nach Abschluss des Umbaus bleibt die Anlage zwar im besitzt des Fördervereins, allerdings hat dann Herbert Unnasch als Geschäftsführer der Betreibergesellschaft ArberLand REGio GmbH das Sagen.

Detailliert ließ sich MdL Max Gibis vom Fördervereinsvorsitzenden Hermann Kastl schildern, was alles auf dem Gelände der Biathlonanlage entsteht. „Neben einem neuen Sportlergebäude, das aus Mitteln der BLSV-Sportförderung gebaut wird, sowie einem zusätzlichen Funktionsgebäude, das über LEADER-Fördermittel finanziert wurde, wird die Schießanlage auf vollelektronischen Betrieb umgerüstet“, so Kastl. „Den größten Aufwand stellt allerdings der Neubau der gesamten Versorgungsinfrastruktur dar. Wasseranschluss, Abwasserleitungen sowie ein flächendeckender Elektroanschluss mussten genau wie eine eigene Trinkwasseraufbereitunsganlage komplett neu gebaut werden.“ „Damit sind wir jetzt aber auch nach Rupholding und Oberhof das modernste Biathlonstadion in Deutschland“, ergänzte Herbert Unnasch.

Knapp zwei Millionen Euro an Fördermitteln sind aus den verschiedenen Fördertöpfen bisher geflossen, wie versprochen, aber daneben musste der Förderverein LLZ zusätzliche Eigenmittel in Höhe von 825.000 Euro aufbringen. Eine riesige Kraftanstrengung, wie Fördervereinsvorsitzender Hermann Kastl bestätigte. Aber durch die Mithilfe der Landkreise Regen und Cham, sowie der einzelnen Kommunen und einer Spende des Sparkassenverbandes konnten die nötigen Eigenmittel bereitgestellt werden. MdL Max Gibis lobte vor allem die Solidarität der Kommunen, die sich allesamt zum Skistadion am Arbersee als ihr gemeinsames Zentrum im Biathlonsport bekannten und ihren Beitrag dazu leisteten, dass dieses Projekt letztendlich verwirklicht werden kann.

Trotz aller Kraftanstrengung mussten allerdings kleinere Maßnahmen wie die Erneuerung der Flutlichtanlage auf der Skiroller-Strecke sowie die Installation einer Beschneiungsanlage samt zugehöriger Pumpanlage zunächst noch einmal zurückgestellt werden bis die dafür nötigen Mittel wieder vorhanden sind. „Dafür stehen momentan einfach keine Eigenmittel mehr zur Verfügung, auch wenn wir noch etwa 100.000 Euro aus der Sportförderung abschöpfen könnten“, so der Fördervereinsvorsitzende Kastl. „Bis dahin müssen wir uns bei Schneemangel eben mit mobilen Beschneiungsanlagen behelfen“.

Der Startschuss für die neue Biathlonanlage im Hohenzollern Skistadion soll spätestens beim IBU-Biathlon-Weltcup im Januar erfolgen. „Bis dahin sollten wirklich alle Arbeiten abgeschlossen und der Stadionbereich auf dem neusten Stand der Technik sein, so dass die Betreibergesellschaft dann problemlos seine Arbeit aufnehmen kann“, so Geschäftsführer Herbert Unnasch. Generell scheint sich der Neubau gelohnt zu haben, was die Auslastung mit überregionalen Veranstaltungen angeht. Neben dem IBU-Weltctup im Biathlon, der für die nächsten drei Jahre am Arbersee geplant ist, finden die Deutschen Biathlonmeisterschaften sowie der traditionelle Sommerbiathlon regelmäßig im neuen Hohenzollern Skistadion statt.

Als Fazit zum Informationsbesuch resümierte MdL Max Gibis, dass die Biathlonanlage eine Bereicherung für den Sport in der gesamten Arber-Region sowie überregionales Aushängeschild sei, das durch ein solidarisches Zusammenwirken aller Verantwortlichen in der Region entstanden ist.