Zum Gespräch beim AOK-Direktor

MdL Max Gibis informiert sich beim AOK-Direktor Markus Edinger über die gesetzlichen Krankenkassen

2014-07-31

Es zählt zu den Kernaufgaben eines Landtagsabgeordneten sich über alle Themen zu informieren, die bei den Bürgern vor Ort eine Rolle spielen, um sich dann auch entsprechend ihrer Interessen bei den Entscheidungsträgern einsetzen zu können. Gerade das Feld der Gesundheitspolitik nimmt in der aktuellen Diskussion zum Ärztemangel im ländlichen Raum sowie um die Geburtenstationen im Landkreis eine gewichtige Rolle ein. Um sich weitere fundierte Kenntnisse zur Gesundheitspolitik zu besorgen, hat Landtagsabgeordneter Max Gibis dem Direktor der AOK-Direktion Bayerwald, Markus Edinger, einen Besuch abgestattet.

AOK-Direktor Markus Edinger und Landtagsabgeordneter Max Gibis im Gespräch (v.l.)

Bei dem Gespräch zwischen dem Landtagsabgeordneten Gibis und dem für die Landkreise Regen und Freyung-Grafenau zuständigen AOK-Direktor Edinger ging es zum einen um die aktuelle Situation der AOK, dem Marktführer in Bayern und in den beiden Landkreisen auf dem Gebiet der gesetzlichen Krankenkassen, und zum anderen auch um einen Informationsaustausch über das gesamte Thema der gesetzlichen Krankenkassen. „Obwohl ich mich hauptsächlich mit Innenpolitik befasse, sehe ich es als unabdingbar mich auch mit allen anderen Politikfeldern zu beschäftigen, weil man vor Ort in Teilbereichen zwangsläufig damit konfrontiert wird“, begründete Max Gibis seinen Besuch. „Gerade die Gesundheitspolitik spielte in der Region in letzter Zeit eine übergeordnete Rolle, so dass ich mir nach vielen Gesprächen mit Ärztevertretern und Vertretern der Klinken auch einmal die Seite der gesetzlichen Krankenkassen anhören wollte“.

Beeindruckt zeigte sich MdL Max Gibis von den Zahlen, die AOK-Direktor Markus Edinger parat hatte. So geben die gesetzlichen Krankenversicherungen bundesweit momentan ca. 200 Mrd. Euro im Jahr aus und hatten in den letzten zehn Jahren eine durchschnittliche jährliche Ausgabesteigerungsrate von 3,7 Prozent. Über die letzten Jahre konnten sich die gesetzlichen Krankenkassen auch aufgrund der guten konjunkturellen Situation zwar Überschüsse in Höhe von 30 Mrd. Euro aufbauen, doch angesichts der jährliche Ausgaben, entspricht dies gerade einmal Rücklagen für knapp zwei Monate, informierte Edinger.

Inhalt des Gesprächs war unter anderem auch die ab dem 01.01.2015 für die gesetzlichen Krankenkassen gültige neue Beitragssatzregelung. Danach sinkt der allgemeine Beitragssatz von derzeit 15,5 auf dann 14,6 Prozent. Davon werden jeweils 7,3 Prozent von den Arbeitgebern und den Mitgliedern getragen. Zur Deckung eines darüber hinausgehenden Finanzbedarfs dürfen die einzelnen Krankenkassen individuelle prozentuale Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern erheben.  

Bei einigen aktuellen Entwicklungen sowie bei konkreten Nachfragen des Abgeordneten Max Gibis ging Edinger dann noch genauer ins Detail, um dem Abgeordneten einen umfassenden Einblick in die Arbeit der gesetzlichen Krankenkassen zu geben. MdL Max Gibis zeigte sich sehr zufrieden mit den gewonnen Erkenntnissen und versicherte Edinger in regelmäßigen Abständen erneut zu einem Informationsaustausch vorbeikommen zu wollen.