MdL Max Gibis im Zwiesler Winkel

Abgeordneter zum Gespräch bei Bürgermeister Charly Bauer in Bayerisch Eisenstein

2014-06-24

Landtagsabgeordneter Max Gibis hat auf Einladung des neu gewählten Bürgermeisters von Bayerisch Eisenstein Charly Bauer die Grenzgemeinde besucht. Neben einigen konkreten Anliegen an Max Gibis zeigte Bürgermeister Bauer dem Abgeordneten zudem die grundsätzliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation der Gemeinde auf.

 

Abgeordneter Max Gibis (l.) und Bürgermeister Charly Bauer im Gespräch

 „Mit nunmehr nur noch 997 Einwohner, aber dennoch fast 130.000 Übernachtungen im Jahr, spielt der Tourismus in Bayerisch Eisenstein einfach eine übergeordnete Rolle“, erklärte Bürgermeister Charly Bauer, „angesichts dessen schmerzt es zwar, dass wir uns endgültig vom Arber-Wellenbad verabschieden müssen, aber alles andere als ein kompletter Abriss ist weder wirtschaftlich noch sinnvoll.“ Stattdessen plädiert Charly Bauer für eine kleine Parkanlage mit Liegewiese und Teich zur Verschönerung des Ortsbildes und zur Nutzung für die Touristen. Der Abgeordnete Max Gibis merkte dazu an, dass ein Abriss des Wellenbades zeitnah über das Förderprogramm „Stadtumbau West“, über das die Gemeinde schon mehrere Maßnahmen finanziert hat, realisiert werden könnte.

 Ein wichtiges Anliegen des Bürgermeisters Bauer ist außerdem die Optimierung der Bahnanbindung nach Zwiesel und Plattling. „Wir haben zwar einen Stundentakt auf der Strecke Bayerischen Eisenstein – Zwiesel – Plattling, allerdings fährt der erste reguläre Zug zu spät, um die Schüler in die Berufsschulen bzw. Fachoberschulen nach Regen und die Arbeitnehmer nach Deggendorf oder Plattling zu transportieren und der letzte Zug zu früh, um den Touristen eine angemessene Heimreise aus München zu ermöglichen“, so Bürgermeister Charly Bauer. „Es gibt zwar einen Sonderzug um kurz vor 7.00 Uhr, der die Schüler rechtzeitig zum Schulbeginn nach Zwiesel bringt, allerdings hat diese Verbindung keinen Anschluss nach Regen oder Plattling, so dass dieser von den älteren Schülern und den Arbeitnehmern nicht genutzt werden kann“, ergänzt Charly Bauer.

 Bauer bat den Abgeordneten Max Gibis das Gespräch mit den zuständigen Stellen zu suchen, um eine Optimierung des Fahrplans zu erwirken, weil seine umfangreichen Bemühungen bisher im Sande verlaufen sind. „Gerne kann eine Verbindung im Vormittag und am Nachmittag gestrichen werden, wenn dafür eine frühere Verbindung, ab 6:30 Uhr und eine spätere nach 22.00 Uhr eingerichtet werden“, zeigte sich Bauer kompromissbereit.

 Zudem sprachen der Landtagsabgeordnete Max Gibis und Bürgermeister Charly Bauer noch über das fehlende, nur wenige Kilometer langeTeilstück des grenzübergreifenden Radweges zwischen Regenhütte und Bayerisch Eisenstein, auf dem man nach der Schließung dieser Lücke fast 100 Kilometer ununterbrochen auf deutscher und tschechischer Seite fahren könnte. „Die einzige Möglichkeit ein solches Projekt in naher Zukunft realisiert werden kann, besteht darin, das Programm der Sonderbaulasten der bayerischen Staatsregierung zu nutzen“, erklärte Max Gibis. Bürgermeister Charly Bauer zeigte sich ehrgeizig dieses Projekt in den nächsten Jahren anzugehen.

Am Ende des Gespräches informierte der Landtagsabgeordnete Max Gibis noch über aktuelle Beschlüsse aus dem Bayerischen Landtag, die der Gemeinde Bayerisch Eisenstein bei ihren bevorstehenden Aufgaben, wie etwa der Erneuerung der Wasserversorgung, hilfreich sein können.