Gute Nachricht für Betreiber von Biomasseanlagen

CSU erreicht Kompromiss bei Verhandlungen zur Energiepolitik in Berlin

2014-04-04

Die Bauern im Bayerischen Wald können auch künftig auf Biomasse als Rohstoff für die Energieversorgung setzen und damit weiter auf dieses Standbein bauen, versicherte Landtagsabgeordneter Max Gibis.

 

Bayerns Energieministerin Ilse Aigner hatte dem Abgeordneten über den in Berlin gefundenen Kompromiss zur Reform des „Erneuerbare Energie Gesetzes“ (EEG) berichtet. „Beim Thema Biomasse hat sich Bayern in Berlin durchgesetzt. Für bestehende Anlagen haben wir einen Bestandsschutz erreicht“, so Gibis. Auch der so genannte Formaldehydbonus, mit dem in Deutschland der Bau und der Betrieb von Biogasanlagen mit einem besonders niedrigen Ausstoß an Formaldehyd gefördert werden, bleibt. Die Nachricht sei sowohl für die Bauern als auch für die Biomasseanlagen im Landkreis Freyung-Grafenau und im Landkreis Regen eine sehr gute Nachricht.

 Ursprünglich wollte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel stärkere Einschnitte bei der Biomasse vornehmen. „Uns ist aber wichtig, dass wir zum einen eine dezentrale Energieversorgung aufbauen, weil wir dann weniger Leitungen brauchen. Zum anderen wollen wir, dass auch in Bayern eine Wertschöpfung bei der Energieerzeugung stattfindet und wir nicht zum reinen Stromimporteuer werden“, betonte der CSU-Abgeordnete. Gerade die Biomasseanlagen seien Bayern besonders wichtig. „Sie liefern sehr berechenbar und flexibel Strom, auch dann, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.“

 Abgeordneter Max Gibis betonte noch, dass gerade im Bayerischen Wald die Energie aus Biomasse in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen könnte. „Der Ausbau der Windenergie im Bayerischen Wald ist aufgrund fehlender Vorrangs-Flächen nur bedingt möglich. Wenn wir am Ziel einer eigenständigen Energieversorgung festhalten wollen, dann müssen wir auch vermehrt auf Biogasanlagen setzen“.

 Zudem konnte ein weiteres CSU-Ziel der Energiepolitik erreicht werden. Die Reform stelle sicher, dass die Dynamik des Anstiegs der EEG-Umlage gebrochen wird. "Nicht nur Hausbesitzer und Mieter leiden unter den hohen Stromkosten. Auch unsere Wirtschaft braucht bezahlbaren Strom, damit wir wettbewerbsfähig und unsere Arbeitsplätze sicher bleiben“, fasst der Abgeordnete Max Gibis zusammen.

 Bei den Verhandlungen in Berlin hat Bayern auch den Erhalt der Flexibilitätsprämie durchgesetzt. Sie wird auch dann gewährt, wenn die elektrische Leistung erhöht wird, aber die Stromproduktion insgesamt gleich bleibt. Mit dem Verhandlungserfolg könne ein weiterer Punkt im „Bayernplan“ als erledigt markiert werden. „Wir beweisen damit, dass wir nach der Wahl umsetzen, was wir vorher angekündigt haben“, so Gibis.