Im Gespräch mit dem Regionalmanagement - Es tut sich Einiges!

MdL Max Gibis und Regionalmanager Stefan Schuster ziehen an einem Strang, wenn es um die Verbesserung der Attraktivität und auch der Außendarstellung der Region Bayerischer Wald geht

2014-02-05

Landtagsabgeordneter Max Gibis nahm die momentane Diskussion über zu viele Lehramtsstudenten und die gleichzeitig zu geringe Anzahl der Lehrerstellen an Bayerischen Schulen sowie die Tatsache, dass nur zwei von zehn Hochschulabsolventen in der Region bleiben, zum Anlass für ein Gespräch mit dem Regionalmanager des Landkreises Freyung-Grafenau Stefan Schuster. Ziel des Austausches war es, sich beim Regionalmanagement darüber zu informieren, wie diese beiden Probleme gelöst werden können. Nach Ansicht von MdL Max Gibis liegen die Ursachen für die momentanen Fehlentwicklungen auf beiden Feldern bei derselben Wurzel.

 

MdL Max Gibis (r.) im Gespräch mit dem Regionalmanager Stefan Schuster (l.)

 

„Die jetzige Generation an Referendaren und Studienabgängern hatte oftmals zu wenig Hilfestellung bei der Wahl des richtigen Studiums erhalten. Wegen mangelnder Informationen bei dieser entscheidenden Frage, entschieden sich zahlreiche Schulabgänger für ein Lehramtsstudium, nicht wissend, dass die späteren Berufsaussichten im Bayerischen Wald wegen der sinkenden Schülerzahlen nicht rosig sind“, so MdL Max Gibis.

Stefan Schuster hatte Einiges zu den Anfragen des Abgeordneten zu berichten. In den vergangenen Jahren und auch aktuell wurde seitens des Regionalmanagements Etliches zur Verbesserung dieser Situation auf den Weg gebracht. „Bereits zum zweiten Mal führen wir dieses Jahr eine verpflichtende Informationsveranstaltung für alle Q11- Schüler an den drei Gymnasien des Landkreises mit dem Namen „Warum in die Ferne schweifen...?“ durch“, erklärt Stefan Schuster. „Dabei präsentieren sich alle möglichen Unternehmer des Landkreises, angefangen vom selbständigen Existenzgründer bis hin zur global operierenden Firma und informieren die Schüler aus erster Hand, welche Bandbreite an Berufen vor Ort im Bayerischen Wald gesucht wird und weisen dabei auch konkret auf die dazu passenden Studiengänge hin.“

In einer weiteren vom Regionalmanagement unterstützten Veranstaltung im März am Gymnasium in Freyung, ebenfalls für alle drei Landkreis-Gymnasien, wird noch ein Schritt weiter gegangen. Durch die Anwesenheit von Vertretern der Hochschulen aus München, Regensburg, Passau, Deggendorf, Landshut, Linz und Salzburg wird die Objektivität der Veranstaltung gewahrt und alle Schüler können sich ein möglichst umfassendes Bild machen. Generell arbeite das Regionalmanagement mit einigen Initiativen intensiv daran den Informationsfluss zu den Schüler zu verbessern und ihnen somit die bestmöglichen Voraussetzungen zur Wahl des Studiums zu bereiten, informierte Stefan Schuster den Abgeordneten.

Landtagsabgeordneter Max Gibis wies darauf hin, dass neben der Information der Schulabgänger aber auch die positive Kommunikation der Region sowie die der freien Fachkräftestellen eine wichtige Säule sei. „Ich bin der Meinung, dass die Trendwende im Bayerischen Wald schon geschafft wurde. Wir beheimaten heute zahlreiche Unternehmen mit großem Potential, die global auftreten oder in ihrer Nische sogar Weltmarktführer sind“, so Gibis. „Die Herausforderung liegt momentan darin, dies zu kommunizieren und einen Imagewandel herbeizuführen“.

Auch darauf hatte Regionalmanager Stefan Schuster eine passende Antwort. „Das Regionalmanagement arbeitet in mehreren Projekten daran Schritt für Schritt das Image des Bayerischen Waldes zu verbessern und die Wertschätzung für die Region auf ein Niveau zu heben, das sie verdient. Neben der bereits existierenden Jobwebsite jobs-dahoam.de, die ständig weiter verbessert wird, veranstalten Regionalmanagement, Wirtschaftsförderung und Arbeitsagentur Waldkirchen in diesem Jahr beispielsweise auch wieder eine Ausbildungs- und Arbeitsbörse für den Landkreis Freyung-Grafenau. Diesmal mit einer noch breiteren Palette an Unternehmen und Betrieben, um auch die Notwendigkeit und den Bedarf von Handwerkern in der Region zu betonen“. Außerdem plant der Regionalmanager ein sogenanntes regionales Klassentreffen als Pilotprojekt um neue Kontakte zu knüpfen oder alte zu pflegen und somit Rückkehrwilligen eine Plattform zu bieten.

Landtagsabgeordneter Max Gibis zeigte sich nach dem ausführlichen Gespräch mit Regionalmanager Stefan Schuster erfreut, dass sie beide an demselben Strang ziehen und gemeinsam daran arbeiten die vielen Vorteile der Region den Menschen klarzumachen. Außerdem stimme ihn die Aussicht, dass der Landkreis Freyung- Grafenau bald offizielle Bildungsregion des Freistaates Bayern werden könnte sehr optimistisch. Es wäre ein weiterer Schritt hin zu einer attraktiven Bildungs- und Technologieregion mit umfangreichen Berufsperspektiven für alle, die ihren Lebensmittelpunkt im Bayerischen Wald haben oder dorthin verlegen wollen.