Bildung

Am Technologie-Campus in FreyungDie Schullandschaft war in den letzten Jahre waren geprägt von permanenten Veränderungen. Die Einführung der sechsstufigen Realschule und des achtjährigen Gymnasiums sowie die Umwandlung der Hauptschulen zu Mittelschulen brachte sowohl für Schüler, Eltern und Lehrer als auch für die Kommunen als Schulaufwandsträger viele Veränderungen, neue Aufgaben und auch Herausforderungen mit sich.

Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass unsere Schullandschaft in Bayern in den nächsten Jahren vor allem „Ruhe“ und „Beständigkeit“ braucht. Mit dem bestehenden Schulsystem ist Bayern gut gerüstet für die Zukunft. Anstatt dauernd am System zu feilen, muss nun an der Qualität gearbeitet werden, um das bayerische Bildungssystem auch langfristig zu einem Erfolgsmodell zu machen.

Mit den bei der Klausurtagung 2014 in Kloster Banz beschlossenen Eckpunkten zur qualitativen Verbesserung des differenzierten bayerischen Schulsystems wurde ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. Mit einer Flexibilisierung der Lernzeit, mit einer nachhaltigen Überarbeitung der Lehrpläne, mit einer verbesserten Lehrerausbildung, mit einem Ausbau des Ganztagesangebotes sowie mit zusätzlichen Investitionen im Bildungsbereich ist Bayern so gut aufgestellt wie kaum ein zweites Bundesland.

Für mich sind zwei Dinge in der Bildungspolitik des Freistaates besonders wichtig. Das Schulsystem muss an jeder Stelle durchlässig sein, um weitere Qualifikationen zu ermöglichen. Dies hat sich in der Vergangenheit in Bayern bewährt und ist einer der Erfolgsfaktoren des bayerischen Schulsystems. Außerdem trete ich vehement dafür ein, Grundschulen vor Ort nach dem Motto „kurze Beine – kurze Wege“ zu erhalten. Nur so können die Kommunen im ländlichen Raum zukunftsfähig bleiben.

Bei der weiterführenden Bildung betrachte ich vor allem die Gründung von Technologie-Transferzentren in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau als einen Schritt in die richtige Richtung, um hochqualifizierte Arbeitsplätze in unserer Region zu schaffen und somit den Menschen die Chance zu geben, heimatnah zu leben. In meinem ersten Jahr als Landtagsabgeordneter konnte ich mich bereits erfolgreich dafür einsetzen, dass die Technologie-Transferzentren nach dem Auslaufen der Anschubfinanzierung mit einer Grundfinanzierung ausgestattet werden.

Auch weiterhin sehe ich die dezentrale Verlagerung von Hochschuleinrichtungen als ein effektives Instrument zur Strukturförderung. Dadurch werden im ländlichen Raum gerade die dringend benötigten Arbeitsplätze für höher qualifizierte Arbeitnehmer geschaffen!

In der Förderschule St. Elisabeth in Freyung