Antragspaket gegen den Ärztemangel

CSU-Landtagsfraktion stellt 27 Einzelanträge gegen drohenden Ärztemangel

2017-06-27

Die CSU-Landtagsfraktion will Maßnahmen ergreifen, um einem drohenden Ärztemangel in Bayern entgegenzuwirken. Aus diesem Grund hat die Fraktion ein Antragspaket mit insgesamt 27 Einzelanträge zusammengestellt, das verschiedenste Maßnahmen enthält, um dem drohenden Ärztemangel bereits frühzeitig und nachhaltig zu begegnen. "Wir setzen uns beispielsweise dafür eine, dass mehr junge Menschen studieren können, die zur zukünftigen medizinischen Versorgung im ländlichen Raum beitragen wollen", so MdL Max Gibis, Mitglied der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag.

Die Zahl der Ärzte in Bayern ist zwar in den letzten Jahren leicht angestiegen, dennoch gibt es bereits jetzt in manchen Regionen einen Ärztemangel. Grund dafür ist ein erhöhter medizinischer Bedarf an medizinischer Versorgung, der sich einerseits durch den medizinischen Fortschritt und andererseits durch den demografischen Wandel erklären lässt. Vor allem im ländlichen Raum droht aufgrund der weiteren demografischen Veränderung - speziell auch unter den immer älter werdenden Ärztinnen und Ärzten - ein Versorgungsengpass, insbesondere im Bereich der Allgemeinmedizin. "Der Ärztemangel schlägt erst so richtig durch, wenn in wenigen Jahren ein enormer Teil der jetzigen Ärzte in den Ruhestand geht", so MdL Max Gibis.

"Deshalb ist es wichtig, jetzt die Weichen zu stellen, um in 10 Jahren gut aufgestellt und bestens auf die Situation vorbereitet zu sein", betont Gibis mit Blick auf die Ausbildungsdauer von Medizinern sowie den demografischen Wandel. Die Maßnahmen, die die CSU-Fraktion nun fordert, sind dabei sehr vielfältig. So reichen die Forderungen von der bundesweiten Erhöhung der Medizinstudienplätze, über Aus- und Weiterbildungskonzepte zu Allgemeinmedizinern bis hin zu Anreizsystemen zur Niederlassung im ländlichen Raum. Auch Möglichkeiten des Quereinstieges für Allgemeinmediziner sollen geschaffen werden, genau wie eine groß angelegte Imagekampagne für den Beruf des Hausarztes gestartet werden soll.

"Wichtig für den Bayerischen Wald sind allerdings insbesondere die Anträge, die für eine flächendeckende medizinische Versorgung in den ländlichen Räumen sorgen sollen", betont Gibis. Hier sind vor allem Stipendienprogramme für angehende Landärzte, Bevorzugungen bei der Vergabe von Studienplätze an zukünftige Landärzte sowie Anreize für die Niederlassung als Landarzt zu nennen. Eine angepasste Bedarfsprognose soll außerdem dafür sorgen, dass eine flächendeckende und wohnortnahe medizinische Versorgung durch niedergelassene Haus- und Fachärzte weiterhin sichergestellt ist.

Das komplette Antragspaket finden Sie hier.