Heimatbericht 2016: Ländlicher Raum im Aufwind

Heimatbericht für das Jahr 2016 vorgestellt - Steigender Zuzug und mehr Geburten

2017-06-20

Das bayerische Finanzministerium um Staatsminister Dr. Markus Söder hat den Heimatbericht für das Jahr 2016 zur Situation des ländlichen Raums in Bayern vorgestellt. Dabei wird betont, dass der ländliche Raum das Herz und die Seele Bayern ist. Fast 90 % der Fläche und 87 % der Städte und Gemeinden in Bayern liegen im ländlichen Raum. Mehr als die Hälfte aller Bewohner des Freistaats leben dort. Und nur wenn es dem ländlichen Raum gut geht, geht es auch Bayern gut. Die Weichen sind an dieser Stelle in die richtige Richtung gestellt, denn der Trend zeigt ganz klar: Es ziehen immer mehr junge Leute auf das Land. In den strukturschwachen Räumen herrscht eine Aufbruchsstimmung.

Die Maßnahmen der Staatsregierung wie die Stärkung der ländlichen Infrastruktur, ein hoher kommunaler Finanzausgleich, Investitionsanreize, Ansiedlung von Hochschulen sowie die Verlagerung von Behörden zeigen damit deutlich ihre Wirkung. Mit dem in der Verfassung verankerten Ziel, gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern herzustellen, schafft die bayerische Staatregierung durch viele Anstrengungen ein hohes Maß an Lebensqualität sowie vor allem Konkurrenzfähigkeit in den ländlichen Räumen Bayerns. Dies hat weitreichende, positive Folgen.

Die Trendwende im ländlichen Raum ist bereits geschafft. Bereits seit 2012 nehmen die Geburten im Freistaat Bayern wieder zu. Außerdem verzeichnet der ländliche Raum in Bayern nunmehr schon zum 6. Mal in Folge mehr Zuzüge als Fortzüge. Dabei ist der Zuzug in die ländlichen Räume Bayerns sogar wie im letzten Jahr höher als der Zuzug in die Verdichtungsräume. So kann der ländliche Raum im Jahr 2016 ein Wanderungsplus von rund 87.400 Menschen verzeichnen. Dies sind fast 39.000 Menschen mehr als im Vorjahr. Auch insgesamt erlebt der ländliche Raum Bayerns einen Höchststand in der Bevölkerungsanzahl. Mit 7,18 Mio. Menschen leben mehr Bewohner im ländlichen Raum als jemals zuvor und sogar etwa 70.000 Menschen mehr als noch im Jahr zuvor. Aufgrund eines negative Saldos zwischen Geburten- und Sterbefällen ist das Bevölkerungsplus vor allem durch Wanderungsbewegungen zu erklären.

Diese Entwicklung geht dabei durchaus auf die durch die vielen Maßnahmen der bayerischen Staatregierung verursachte gestiegenen Lebensqualität, den verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie auf die zusätzlich gewonnene Wettbewerbsfähigkeit zurück. So ist im vergangenen Jahr die Wertschöpfung im ländlichen Raum erneut erhöht und auch die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt worden. Durch ein gestiegenes BIP sowie durch gesunkene Arbeitslosenzahlen hat der ländliche Raum einen Rekordwert an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 2,5 Mio. Menschen erreicht. Damit bietet der ländliche Raum Erwerbschancen sowie hohe Lebensqualität für Jung und Alt.

Vor allem die Unterstützung durch die bayerische Staatsregierung durch die Mittel zur Städtebauförderung, zur Dorferneuerung, zur Investitionsförderung für die Kommunen sowie durch die gewerbliche regionale Wirtschaftsförderung haben erheblich am Aufschwung des ländlichen Raums beigetragen. Im Jahr 2016 wurden z.B. 672 Maßnahmen zur städtebaulichen Erneuerung im ländlichen Raum mit einem Volumen von 152 Mio. Euro gefördert. Genauso setzt der Freistaat Bayern auf die Digitalisierung zur Belebung des ländlichen Raums. 1,3 Mrd. Euro des Förderprogramms für den Breitbandausbau stehen dabei für die Kommunen im ländlichen Raum zur Verfügung. Daneben sollen bis 2020 etwa 20.000 WLAN-Hotspots in Bayern entstehen.

Den Heimatbericht mit allen Details finden Sie hier.