Bayerisches Betreuungsgeld in Kraft getreten

Bayerisches Betreuungsgeld als Landesleistung in Kraft - Bereits 14.000 Anträge bewilligt

2016-07-05

Bereits zum 1. Juni 2016 hat der Bayerische Landtag das bayerische Betreuungsgeldgesetz beschlossen und dieses ist zum 22. Juni 2016 in Kraft getreten. Damit ist ein nahtloser Übergang von der Bundes- zur Landesleistung gesichert. Das bayerische Betreuungsgeld wird Eltern, die die Anspruchsvoraussetzungen erfüllen, rückwirkend zum 01. Januar 2015 bewilligt und ausgezahlt. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass das bayerische Betreuungsgeld ein voller Erfolg wird - seit dem 22. Juni 2016 wurden schon über 14.000 Anträge bewilligt.

Mit der Fortführung des Betreuungsgeldes als Landesleistung hält die bayerische Staatsregierung eines ihrer Versprechen, nämlich die beliebte Bundesleistung, die 73% der relevanten bayerischen Familien in Anspruch genommen haben, fortzusetzen. Mit dem bayerischen Betreuungsgeld wird die Wahlfreiheit der Familien in Bayern gestärkt. Denn die Eltern haben unterschiedliche Vorstellungen davon, wie sie die Betreuung ihres Kindes in den ersten Lebensjahren organisieren wollen. Im zweiten Lebensjahr des Kindes entscheiden sich knapp 30% der bayerischen Eltern für die Krippe, im dritten Lebensjahr etwa 51%. Durch das Betreuungsgeld profitieren alle Eltern von ein- und zweijährigen Kindern in Bayern, entweder durch den öffentlich geförderten Betreuungsplatz oder eben durch das Betreuungsgeld.

Die Ausgestaltung des bayerischen Betreuungsgeldes orientiert sich im Wesentlichen an den bisherigen bundesrechtlichen Regelungen. Die Leistung beträgt weiterhin 150 Euro monatlich für längstens 22 Monate. Es schließt an das 14-monatige Elterngeld an und kann grundsätzlich ab dem 15. Lebensmonat  des Kindes längstens bis zur Vollendung des 36. Lebensmonates bezogen werden. Ab dem 15. Lebensmonat ist ein Parallelbezug von ElterngeldPlus und Betreuungsgeld möglich.

Anspruch auf Betreuungsgeld haben alle Eltern, die die Betreuung familiär oder privat organisieren. Zentrale Anspruchsvoraussetzung ist deshalb, dass kein Platz in einer Kindertageseinrichtung bzw. Kindertagespflege in Anspruch genommen wird, die öffentlich gefördert wird. Die Rückwirkung des Gesetzes zum 1. Januar 2015 sichert einen nahtlosen Übergang von der Bundes- zur Landesleistung. Eltern, die nicht mehr vom Bundesbetreuungsgeld profitieren konnten, können jetzt das Betreuungsgeld auch rückwirkend gezahlt bekommen.

Noch mehr Informationen zum bayerischen Betreuungsgeld, insbesondere Details zur Antragstellung sowie Ansprechpartner finden sie hier: http://www.zbfs.bayern.de/imperia/md/content/zbfs_intranet/produktgruppe_i/formulare/betreuungsgeld_flyer.pdf