750.000 Euro an Städtebaufördermitteln fließen in den Bayerischen Wald

Städtebauförderprogramm "Ort schafft Mitte" - 480.000 € für den Landkreis Regen und 270.000 € für den Landkreis Freyung-Grafenau

2016-06-27

Über das bayerische Städtebauförderprogramm "Ort schafft Mitte" fließen dieses Jahr insgesamt 750.000 Euro in den Bayerischen Wald. Dabei fließen in den Landkreis Regen rund 480.000 Euro in insgesamt drei Projekte und in den Landkreis Freyung-Grafenau etwa 270.000 Euro in insgesamt vier Projekte. Konkret erhält die Kommune Teisnach 240.000 Euro, Frauenau 180.000 Euro und Zwiesel 60.000 Euro. Im Landkreis Freyung-Grafenau bekommen aus dem Fördertopf "Ort schafft Mitte" die Gemeinden Neuschönau und St. Oswald-Riedlhütte jeweils 90.000 Euro, Schönberg 60.000 Euro und Waldkirchen 30.000 Euro.

In Teisnach wird über das bayerische Städtebauförderprogramm "Ort schafft Mitte" die barrierefreie Neugestaltung des Kirchen- und Rathausumfeldes mit Bürgerpark gefördert. Mit der Neugestaltung des Schulumfeldes und des angrenzenden Loderbauerweges entsteht in Frauenau im Umgriff des historischen Mädchenschulgebäudes ein vielfältig nutzbarer Raum. Und in Zwiesel wird mit Unterstützung der Städtebauförderung als Planungsgrundlage für die umfassende Neustrukturierung in der Altstadt zunächst ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet, das den Handlungsrahmen für konkrete Umsetzungsschritte festlegen soll.

In Neuschönau startet mit der Generalsanierung des Rathauses die Neugestaltung der Ortsmitte. Das Rathaus wird im Wesentlichen über das Kommunalinvestitionsförderprogramm (KIP) bezuschusst. Die Städtebaufördermittel sind für den ersten Abschnitt der Neugestaltung des Umfeldes zwischen Rathaus und Kirche eingeplant. In St. Oswald-Riedlhütte wird mit den Fördermitteln eine städtebauliche Bestandanalyse zur Vorbereitung umfassender Sanierungsmaßnahmen des ehemaligen Klosters unterstützt. Parallel dazu wird als erstes investives Projekt mit dem Bau eines Parkplatzes vor dem Kloster begonnen.

In den letzten Jahren sind in Schönberg viele Projekte im Rahmen der Städtebauförderung erfolgreich umgesetzt worden. Nun sind weitere Mittel vorgesehen, um zunächst die in die Jahre gekommene Planungsgrundlage, die sogenannte vorbereitende Untersuchung, zu aktualisieren. Auch in Waldkirchen geht es nach vielen Jahren erfolgreicher Stadtsanierung aktuell darum, die Planungsgrundlage neu auszurichten.

"Die Beispiele zeigen, dass das bayerische Städtebauförderprogramm die Bund-Länder- sowie die EU-Städtebauförderprogramme wirkungsvoll ergänzt. Dabei haben vor allem die Nachnutzung innerörtlicher Leerstände sowie die barrierefreie Umgestaltung öffentlicher Räume großes Gewicht", so Staatsminister Helmut Brunner. "Ziel ist es, vitale Kommunen und attraktive Zentren als Ankerpunkt der Daseinsvorsorge zu sichern und zu entwickeln", ergänzte MdL Max Gibis.

Bayernweit stehen 2016 rund 41,6 Mio. Euro an Fördermittel für insgesamt 294 bayerische Städte und Gemeinden zur Verfügung. Rund 87 Prozent der Fördermittel dieses Programms fließen in den ländlichen Raum. In Niederbayern werden insgesamt 31 Projekte mit fast 3,5 Mio. Euro gefördert.