Woche der Aus- und Weiterbildung

Kampagne der Bayerischen Staatsregierung für mehr Fachkräfte und mehr Wertschätzung für Ausbildungsberufe

2016-02-23

Bei allen Gesprächen mit den Geschäftsführern oder den Firmeninhabern der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Bayern ist es das beherrschende Thema. Die demografische Entwicklung, der Trend zu weiterführenden Schulen und die zunehmende Akademisierung wirken sich immer stärker negativ auf den Ausbildungsmarkt aus. Die Folge: Fachkräfte fehlen und bei Ausbildungsberufen - vor allem im Handwerk - fehlt der Nachwuchs. Deshalb hat die Bayerische Staatsregierung die Woche der Aus- und Weiterbildung ins Leben gerufen, mit der dem aktuellen Trend entgegengewirkt und für mehr Wertschätzung bei den Ausbildungsberufen geworben werden soll.

 "Seit längerer Zeit werbe ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit für die Ausbildungs- und Handwerksberufe", so der Landtagsabgeordnete Max Gibis, "sie bieten eine solide Grundlage, man kann anständiges Geld für ehrliche Arbeit verdienen und die Arbeitsplätze findet man bis weit in die Peripherie hinein. Selbst bei uns im Bayerischen Wald, wo Berufe für Akademiker immer noch Mangelware sind, suchen die Firmen händeringend nach jungen Fachkräften und nach Nachwuchs für Ausbildungsberufe. Dies kann die Chance für viele junge Arbeitssuchende sein".

"Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen, aber auch im Bereich des öffentlichen Dienstes wird es immer schwieriger, Ausbildungsstellen zu besetzen und geeignete Fachkräfte zu finden", erklärt der Abgeordnete Max Gibis, selbst Mitglied des Ausschusses für Fragen des Öffentlichen Dienstes im Bayerischen Landtag. Schon 2014 konnten in Bayern rund 10.000 Ausbildungsplätze nicht besetzt werden. Bereits heute fehlen rund 110.000 beruflich Qualifizierte und "nur" 23.000 Akademiker in Bayern. Bis zum Jahr 2030 wird die Nachfrage nach beruflich qualifizierten Fachkräften bei rund 326.000 liegen, nach Akademikern dagegen nur bei rund 20.000. Diesem Trend gilt es entgegenzuwirken und nachdem dies durch die bayerischen Landtagabgeordneten lange Zeit kommuniziert worden war, hat nun auch die Bayerische Staatsregierung reagiert und die Woche der Aus- und Weiterbildung vom 19. Februar bis zum 27. Februar 2016 ins Leben gerufen.  

Unter dem Motto "Ausbildung? Bringt Dich groß raus" sind in dieser Woche insgesamt 440 Einzelveranstaltungen geplant, mit dem Ziel für mehr Wertschätzung für Ausbildungsberufe zu werben. Neben den gezielten Werbe - und Informationsveranstaltungen, die von einer Allianz für "starke Berufsausbildung in Bayern", bestehend aus der Bayerischen Staatsregierung, dem Bayerischen Handwerkstag, der Agentur für Arbeit, der IHK und dem Verband der Bayerischen Wirtschaft, durchgeführt werden, wurde auch ein ganzes Maßnahmenbündel vom Freistaat Bayern geschnürt, um langfristig den Fachkräftebedarf der Wirtschaft zu decken.

Dabei sollen in den nächsten Jahren 30 Mio. Euro in Bildungsstätten und Berufsbildungsmaßnahmen investiert werden. Die Zuschussleistungen "Meister BAföG" in Höhe von momentan 50 Mio. Euro pro Jahr sollen beibehalten werden und zusätzlich wird die Bayerische Staatsregierung einen Meisterbonus in Höhe von 1.000 Euro für jeden erfolgreichen Absolventen der beruflichen Weiterbildung zum Meister oder zu einem gleichwertigen Abschluss gewähren. Außerdem wurde die Imagekampagne "Ausbildung macht Eltern stolz" gestartet, die zur Sensibilisierung von Eltern für Chancen und Möglichkeiten einer beruflichen Ausbildung beitragen soll.

Mehr Informationen zu konkreten Veranstaltungen in der Ausbildungswoche finden Sie unter www.woche-der-ausbildung.bayern.