Niederbayerischer Integrationspreis verliehen

Regierungspräsident Heinz Grunwald verleiht Integrationspreis an "Chance für Jeden FRG e.V."

2015-12-14

Regierungspräsident Heinz Grunwald hat in Freyung den niederbayerischen Integrationspreis an zwei herausragende Projekte verliehen, die sich beispielhaft dafür einsetzen, dass Menschen mit ausländischen Wurzeln Fuß in unserer Region fassen. Die Vereine „Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V.“ und „Chance für Jeden FRG e.V.“ erhielten den mit 3000 Euro dotierten Preis, den die Regierung seit 2007 verleiht. Das Preisgeld wird vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration aus den vom Bayerischen Landtag bewilligten Haushaltsmitteln zur Verfügung gestellt.

 

Die Verantwortlichen des Vereins CFJ bei der Auszeichnung mit dem niederbayerischen Integrationspreis

„In der jetzigen Zeit, in der sehr viele Asylbewerber nach Deutschland kommen und viele von ihnen auch bleiben werden, kommt der Integration entscheidende Bedeutung für die Zukunft unserer Gesellschaft zu. Ohne ehrenamtliches Engagement geht es nicht. Mit dem niederbayerischen Integrationspreis zeigen wir deswegen unsere Wertschätzung für die Integrationsarbeit vor Ort“, betonte Grunwald. Auch der Landtagsabgeordnete Max Gibis war bei der Verleihung vor Ort. Er hatte sich bereits zuvor für den Verein CFJ in Freyung eingesetzt und um Spenden geworben.

Damit Asylbewerber, Flüchtlinge und Kinder mit Migrationshintergrund Teil unserer Gesellschaft werden können, hilft ihnen der Verein „Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V.“ mit Sitz in Passau in vielfältiger Weise bei der Integration in Gesellschaft und Beruf; unter anderen bildet er Ehrenamtliche zu Sprachpaten aus, um den Asylbewerbern im persönlichen Umgang Deutsch zu lernen.

Der Verein „Chance für Jeden FRG e.V.“ kümmert sich um Langzeitarbeitslose in der Region Freyung-Grafenau, um Menschen aus der Region in Arbeit zu vermitteln. Seit Anfang dieses Jahres wurde das Engagement auch auf Flüchtlinge, die im Landkreis wohnen, ausgedehnt. Der Verein hat dafür eine „Aus-Alt-mach-Neu-Textilwerkstatt“, die Kleidung ändert und aus Stoffresten herstellt, eine Werkstatt für Kleinmöbel und Fahrräder eröffnet und einen Gemeinschaftsgarten nach dem Permakulturprinzip angelegt. Dort können sich Langzeitarbeitslose wieder langsam in das Arbeitsleben integrieren und Flüchtlinge einfache handwerkliche Grundlagen und Sprachkenntnisse erwerben. Der Verein ist dabei auf Produktionsaufträge sowie auf Spenden und Patenschaften angewiesen.

Beide ausgezeichneten Initiativen bauen Vorurteile ab und bringen Menschen unterschiedlicher Kulturen einander näher. Sie schaffen damit eine Voraussetzung, dass Integration gelingen kann. "Mich freut es sehr, dass der Verein CFJ mit dieser Auszeichnung bedacht worden ist, weil er in Sachen Integration vorbildliche Arbeit leistet. Zum einen werden Langzeitarbeitslose wieder in den ersten Arbeitsmarkt integriert und zum anderen wird versucht, den Flüchtlingen bei der Integration in unsere Gesellschaft zu helfen. Beides sehe ich als gleichermaßen wichtig an", merkte MdL Max Gibis noch an.

Regierungspräsident Heinz Grunwald (r.), MdL Max Gibis und Paul Rammelmeyr mit der Urkunde