Niederlassungsförderung wird auch auf Fachärzte ausgeweitet

Niederlassungsförderung auch für Fachärzte - CSU-Initiative sichert wohnortnahe Behandlung in Bayern

2015-12-02

Auf Initiative der CSU-Fraktion hat der Bayerische Landtag die Niederlassungsförderung nun auch auf Fachärzte ausgeweitet. Diese Ausdehnung der Niederlassungsförderung stärkt die medizinische Versorgung der Menschen in allen Landesteilen in Bayern, gerade aber im ländlichen Raum. Mit dem Blick auf den demographischen Wandel gerichtet, gilt die bereits bestehende Fördermaßnahme ab 1. Dezember 2015 nun auch für alle Arztgruppen der allgemeinen fachärztlichen Versorgung.

Künftig können nun durch diese Initiative, die dem demographischen Wandel bei der Bevölkerung aber auch bei den Medizinern geschuldet ist, neben den familiennahen Fachärzten wie Kinder- und Frauenärzten, die bereits seit Jahresbeginn gefördert werden, auch grundversorgende Fachärzte wie Augen- und HNO-Ärzte unterstützt werden. "Unser Ziel ist es, junge Mediziner dafür zu gewinnen, sich außerhalb von Ballungszentren anzusiedeln und eine eigene Praxis zu gründen, am besten bei uns im Bayerischen Wald", erklärt der Landtagsabgeordnete Max Gibis dazu. "Nur auf diese Weise können wir langfristig eine möglichst wohnortnahe Behandlung der Patienten gewährleisten."

Der Freistaat Bayern unterstützt mit dem Förderprogramm die ärztliche Versorgung in Landesteilen, die von einer Unterversorgung bedroht sind. Für konkrete Fördermaßnahmen stehen hier im Doppelhaushalt 2015/2016 insgesamt 11,7 Mio. Euro zur Verfügung. Bislang wurden 168 Niederlassungen von Hausärzten und familiennahen Arztgruppen, 81 Stipendiaten und 11 innovative medizinische Versorgungskonzepte gefördert.

Als Zuschuss für eine Niederlassung eines Haus- oder Facharztes werden im Rahmen dieses Förderprogrammes von Seiten des Freistaates bis zu 60.000 Euro zur Verfügung gestellt. Als Stipendium werden für angehende Ärzte, die sich im ländlichen Raum niederlassen wollen, für längstens vier Jahre 500 Euro pro Monat gezahlt.