5,5 Mio. € für innovative Hochschulkonzepte in Niederbayern

Fördersummen aus EU-Mitteln fließen an die Hochschulen in Deggendorf und Landshut

2015-07-27

 Die Hochschulen Deggendorf und Landshut erhalten zusammen über 5,5 Mio. Euro an EU-Fördergeldern aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Mit Hilfe des Förderprogramms INTERREG V-A können damit innovative Projekte in der Energiespeicherung, der Digitalisierung sowie im Leichtbau gemeinsam mit den Hochschulen Salzburg und Wels realisiert werden. MdL Max Gibis zeigte sich sehr erfreut über die Nachricht, die Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler bekannt gab. "Mit den EU-Fördergeldern in Höhe von 5,545 Mio. Euro kann die Innovationskraft unserer Hochschuleinrichtungen in Niederbayern noch weiter gestärkt und unsere Konkurrenzfähigkeit weiter erhöht werden", so der Landtagsabgeordnete.

 "Diese stolze Fördersumme trägt maßgeblich dazu bei, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung gerade in der Grenzregion weiter zu verbessern", so MdL Max Gibis weiter, "schließlich tragen die vielfältigen Kooperationen in der Hochschullandschaft einen kräftigen Teil zum Zusammenwachsen Europas bei". Um die Zusammenarbeit zwischen Österreich und Deutschland bzw. Bayern zu intensivieren, stellt die EU über das Programm INTERREG V-A in der aktuellen Förderperiode bis 2020 insgesamt 54,4 Mio. € an Fördermitteln für die Bereiche Forschung und Entwicklung, Umweltschutz sowie Verwaltung zur Verfügung. In einer ersten Antragsrunde wurden insgesamt 14 grenzüberschreitende Vorhaben mit einer Gesamtsumme von 14,4 Millionen Euro genehmigt, darunter drei Projekte an niederbayerischen Hochschulen. "Damit war die erste Antragsrunde ein voller Erfolg für Niederbayern", freute sich der Abgeordnete Max Gibis.

Durch den Aufbau des Kompetenzzentrums zur Energiespeicherung "CompStor" am Technologiezentrum für Energie an der Hochschule Landshut soll die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Oberösterreich in Wels im Bereich der Energiespeicherung sowie der Schutztechnik für Gleitstromsysteme ausgebaut werden. Dafür erhält die Hochschule in Landshut rund 3,76 Mio. Euro. Außerdem will sie gemeinsam mit der Universität Salzburg das Forschungs- und Entwicklungszentrum "n2m" (nano-to-macro) für den Leichtbau errichten. Dort sollen neue Prozessierungstechnologien für Leichtbauprodukte geschaffen werden. Rund 1,28 Mio. Euro stehen hierfür der Hochschule Landshut zur Verfügung.

Die TH Deggendorf und die FH Oberösterreich in Wels planen unter dem Projekttitel "LogLab" gemeinsam zwei Logistik-Labore in Grafenau und Steyr. Dort soll die Technologie zur datenbasierten, logistischen Planung praxisnah vermittelt und weiterentwickelt werden. Dafür erhält die TH Deggendorf rund eine halbe Million Euro. "Damit profitieren auch wir im Bayerischen Wald von den Fördergeldern des INTERREG V-A Programms aus dem EFRE-Fördertopf. Die Hochschulen in Landshut und Deggendorf werden so zu attraktiven Ausbildungsstätten für Studenten aus dem Bayerischen Wald. Mit einem Logistik-Labor in Grafenau fließe sogar Fördergelder direkt in den Landkreis Freyung-Grafenau", so MdL Max Gibis.