Mehr Fachärzte für den ländlichen Raum

CSU setzt sich für mehr Fachärzte in den ländlichen Regionen ein - Bestehendes Förderprogramm ausgeweitet

 2015-05-20

 Die CSU Fraktion im Bayerischen Landtag setzt sich dafür ein, dass neben mehr Hausärzten auch wieder mehr Fachärzte in den ländlichen Regionen Bayerns praktizieren. Dafür soll das seit 2012 bestehende Förderprogramm zur Niederlassung von Hausärzten in ländlichen Gebieten nun auch auf eine große Anzahl an Fachärzten ausgeweitet werden. Ein entsprechender Antrag der CSU-Fraktion wurde im Bayerischen Landtag bereits beschlossen.

 „Das Programm zum Erhalt einer wohnortnahen medizinischen Versorgung im ländlichen Raum läuft gut. Mehr als 130 Hausärzte konnten auf diese Weise bereits gefördert werden. Doch auch die Fachärzte haben zunehmend Probleme, Nachfolger für ihre Praxis zu finden. Auch hier gilt es, lange Wege für die Patienten möglichst zu vermeiden“, erklärt MdL Max Gibis die Gründe für den Antrag der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag.

Mit dem aktuellen Förderprogramm werden Hausärzte mit einer Anschubfinanzierung von bis zu 60.000 Euro unterstützt, wenn sie sich in Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern niederlassen. Außerdem können Medizinstudenten, die sich verpflichten, für eine bestimmte Zeit nach ihrem Studium im ländlichen Raum zu praktizieren, ein Stipendium von 300 Euro pro Monat für eine Dauer von maximal vier Jahren erhalten. Zudem werden innovative medizinische Versorgungskonzepte mit bis zu 200.000 Euro gefördert. Voraussetzung ist jeweils, dass es sich um nicht überversorgte Regionen handelt.

Gesundheitsministerin Melanie Huml hat dieses Förderprogramm nun zu Jahresbeginn 2015 auf familiennahe Fachärzte wie Kinder- und Frauenärzte, Psychotherapeuten sowie auf Kinder- und Jugendpsychiater ausgeweitet. „Dies war ein sehr begrüßenswerter Schritt, ging uns aber nicht weit genug. Wir wollen, dass die Niederlassungsförderung auf alle Arztgruppen der allgemeinen fachärztlichen Versorgung ausgeweitet wird“, so MdL Max Gibis, „mit dem nun beschlossenen Antrag der CSU-Fraktion können künftig auch die weiteren Fachärzte wie Augenärzte, Chirurgen, Hautärzte, HNO-Ärzte, Nervenärzte, Orthopäden und Urologen in den Genuss der staatlichen Förderung kommen. Auch hier gibt es den Bedarf vor Ort. Wir stärken so die fachärztliche Grundversorgung in allen Regionen Bayerns.“ 

Der Erhalt der grundärztlichen Versorgung im ländlichen Raum zählt zu einer der bedeutendsten gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Grundsätzlich ist für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im Freistaat die Kassenärztliche Vereinigung verantwortlich. Das Förderprogramm soll dabei helfen, an einer Niederlassung im ländlichen Raum interessierte Ärzte zu finden. Dafür standen in den Jahren 2012-2014 insgesamt rund 15,5 Mio. Euro zur Verfügung. Für den neuen Doppelhaushalt 2015/2016 sind hierfür bereits 11,7 Mio. Euro eingeplant.