Betreuungsgeld in Bayern ein voller Erfolg

Das Betreuungsgeld in Bayern ist eine wichtige Unterstützung für die Eltern - Bayerns Politik zahlt sich aus 

2015-04-29

Anlässlich der aktuellen Debatte zur verfassungsrechtlichen Überprüfung des Betreuungsgeldes gilt es, einmal einen Blick darauf zu werfen, wie das Betreuungsgeld bei den Eltern in Bayern und in der Bundesrepublik angenommen wird. Bei einer objektiven Überprüfung sämtlicher Kennzahlen kommt man zu dem Ergebnis, dass das Betreuungsgeld in Bayern ein voller Erfolg ist. Zum einen entlastet es den Druck auf den Staat, für alle Kinder Kita-Plätze bereitstellen zu müssen, wie dies gesetzlich verankert ist. Zum anderen spart es dem Staat bares Geld, weil das Betreuungsgeld für den Staat deutlich günstiger ist als einen Kita-Platz zu schaffen und zu unterhalten. Aber auch für die Eltern in Bayern ist das Betreuungsgeld eine wichtige Unterstützung.

Das Betreuungsgeld erhalten Eltern im zweiten und dritten Lebensjahr ihres Kindes, wenn sie keinen öffentlich geförderten Platz in einer Kinderkrippe oder Kindertagespflege in Anspruch nehmen. Damit bietet das Betreuungsgeld den Eltern eine Wahlmöglichkeit, ohne finanzielle Einbußen hinnehmen zu müssen. Als wichtige Ergänzung des Infrastrukturangebotes ermöglicht das Betreuungsgeld einen nahtlosen Übergang zwischen Elterngeld und Tagesbetreuung. Das Betreuungsgeld gibt es für Eltern, deren Kinder ab dem 1. August 2012 geboren wurden. Augrund der steigenden Beliebtheit wurde es zum August 2014 sogar von 100 Euro auf 150 Euro monatlich erhöht, um einen gerechten Ausgleich für jene Eltern zu schaffen, die keinen Kita-Platz in Anspruch nehmen.  

In Bayern haben seit der Einführung bis Ende 2014 mehr als 73 Prozent der anspruchsberechtigten Eltern das Betreuungsgeld beantragt. Im 4. Quartal 2014 wurde das Betreuungsgeld in Bayern für 85.682 Kinder bezogen. Von den 403 Mio. Euro, die der Bund im Jahr 2014 dafür ausgegeben hat, wurden somit 90 Mio. Euro in Bayern ausbezahlt. Ähnlich hohe Werte weist die Statistik für Baden-Württemberg (76.712 Fälle) und Nordrhein-Westfalen (85.311 Fälle) auf. Insgesamt hat der Bund im 4. Quartal 2014 in Deutschland Betreuungsgeld für 386.439 Kinder finanziert.

Die hohe Inanspruchnahme in Bayern ist unter anderem ein Erfolg des gut organisierten Vollzugs. Die Eltern werden rechtzeitig vor dem möglichen Anspruchsbeginn angeschrieben und gezielt über das Betreuungsgeld informiert. Somit kann man abschließend sagen, dass das Betreuungsgeld in der Praxis ein voller Erfolg ist und die CSU wieder einmal bewiesen hat, dass sie die Bürger zielgerichtet unterstützt.