Erfolgreiche Förderung von Städten und Gemeinden

22 Millionen Euro an Städtebauförderung flossen im Jahr 2014 nach Niederbayern

2015-01-08

Die Städtebauförderung in Niederbayern kann auf ein erfolgreiches Förderjahr zurückblicken: Rund 22 Millionen Euro Städtebaufördermittel haben Bund und Land 2014 für die Städte und Gemeinden in Niederbayern bereitgestellt. Die Mittel wurden der Regierung erst spät im Jahr zugeteilt, aber sie kamen reichlich. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen konnten damit Projekte von rund 36 Millionen Euro umgesetzt werden. Mit dieser anhaltend hohen Mittelzuweisung unterstreichen Bund und Freistaat die Bedeutung, die sie den Städtebauförderungsprogrammen bei der notwendigen Umstrukturierung unserer Städte und Gemeinden und bei der Förderung der regionalen Wirtschaft beimessen.

 Gerade in den strukturschwächeren Teilen Niederbayerns konnten im vergangenen Jahr mit Unterstützung der Städtebauförderung erneut wichtige Impulse für eine nachhaltige Aufwertung der betreffenden Städte gesetzt werden. Wo Kommunen ihre Bürger intensiv in den Diskussionsprozess zur Zukunft ihrer Orte mit einbinden und gezielt mit öffentlichen Investitionen unterstützen, gelingt es häufig, das Investitionsklima in den Kommunen deutlich zu verbessern. Auch schwierige Problemlagen lassen sich mit gemeinsamer Anstrengung von Kommune und Privaten dann lösen. Sowohl im Landkreis Freyung-Grafenau als auch im Landkreis Regen gibt es hierfür gelungene Beispiele.

Ein gelungenes Beispiel aus dem Landkreis Freyung-Grafenau ist die Neugestaltung des 4000 Quadratmeter großen Geländes am oberen Stadtberg (in der Nähe des Stadtplatzes) in Grafenau. Ziel ist ein lebendiges, urbanes Stadtgebiet mit neuen Nutzungsmöglichkeiten und öffentlichen Freibereichen zu entwickeln. Es entstehen dort die Außenstelle Fachbereich Logistik der Hochschule Deggendorf und ein neuer Dienstsitz der Finanzverwaltung. Die Stadt erwarb die Anwesen in diesem Gebiet. Im Juli begannen die Abrissarbeiten für den sogenannten Campusbereich. In diesem Jahr werden hier die Bauarbeiten beginnen. Nördlich des Campus wird der neue Finanzverwaltungsbau voraussichtlich ab dem Jahr 2017 entstehen. Gleichzeitig schritten die Arbeiten im neuen, nur wenige Meter entfernten, Stadtpark West weiter voran. Als Ausgleich zur urbanen Altstadt entsteht dort ein zentraler Grünbereich zum Ausspannen. Die Kosten werden im Zuge der Baumaßnahmen in diesem Jahr noch ermittelt.

Neugestaltung des 4000 Quadratmeter großen Geländes am oberen Stadtberg in Grafenau.

 Ein gelungenes Beispiel aus dem Landkreis Regen ist die Neugestaltung des Rathausumfeldes in Frauenau. Die Gemeinde Frauenau hat auf die neu entstandene Situation durch den Neuausbau der Staatsstraße, den Abbruch und Neubau der Sparkasse sowie die Forderungen nach Barrierefreiheit kurzfristig reagiert. Trotz der eigentumsrechtlichen Zweiteilung in eine öffentliche und eine private Zone ist es der Gemeinde gelungen, einen größeren, neuen Rathausplatz mit homogener Oberfläche zu schaffen. So ist im Herzen von Frauenau unter Einbindung des Zugangs zur Pfarrkirche und des Sparkassenumfeldes ein Dorfplatz für multifunktionale Nutzung entstanden. Bei der Neugestaltung des Rathausplatzes mit Kosten von ca. 450.000 Euro konnte die Gemeinde aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm mit einem Zuschuss in Höhe von gut 220.000 Euro unterstützt werden.

Neugestaltung des Rathausumfeldes in Frauenau.

Zahlen für die Städtebauförderung für das Jahr 2015 liegen noch nicht vor. Es gibt derzeit jedoch keine Anzeichen dafür, dass Bund und Freistaat bei der Städtebauförderung den Rotstift ansetzen wollten. Die Kommunen in Niederbayern dürfen deshalb auch im kommenden Jahr darauf setzen, dass für wichtige Umstrukturierungsmaßnahmen weiterhin die notwendigen Mittel zur Verfügung stehen werden.