Bei der CSU-Klausurtagung dreht sich alles um das Thema Bildung

Fördern - Fordern - Forschen - Für Bildung Begeistern! - Das Motto der Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion in Banz

2014-09-25

Bayerns Bildung ist spitze - Das belegen etliche Studien. Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag möchte, dass das auch so bleibt, weil Bildung das höchste Gut darstellt, das wir unseren Kindern anbieten können und die Basis für den Erfolg Bayerns ist. Gerade beim Thema Bildung stehen wir vor zahlreichen Herausforderungen, die es zu meistern gilt, um auch in Zukunft beste Bildung für alle Menschen in Bayern anbieten und die Potentiale der jungen Menschen optimal fördern zu können. Aus diesem Grund steht das Thema Bildung im Mittelpunkt der diesjährigen Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion im Kloster Banz. Bayern soll von der frühkindlichen Bildung über die Schulbildung und außerschulische Lernorte bis hin zur Hochschul- und beruflichen Bildung deutschlandweiter Vorreiter bleiben und auch international zum Aushängeschild für herausragende Bildung werden.

 CSU-Klausurtagung im Kloster Banz

Zahlen, Daten und Fakten zum neuen Schuljahr 2014/2015:

Rund 1,68 Millionen Schülerinnen und Schüler besuchen im neuen Schuljahr die Schulen im Freistaat. Im Vorjahr waren es noch gut 1,7 Millionen. Mit 109.000 Schulanfängern liegt diese Zahl allerdings etwa zwei Prozent höher als noch im Vorjahr. Rund 4.200 Lehrkräfte für alle Schularten wurden alleine zu diesem Schuljahr neu eingestellt. Damit hat sich das Schüler-Lehrer-Verhältnis im Freistaat deutlich verbessert. So kommen im neuen Schuljahr auf eine Lehrkraft durchschnittlich nur noch 13,7 Schüler. Vor 10 Jahren waren es noch 17,2 Schüler.


Bildungspolitische Ziele:

1.) Bildung für alle: Die CSU will Bildung so gestalten, dass sie individuelle Begabung und Interessen erkennt und fördert. Jeder soll in Bayern bestmögliche Bildungschancen haben. Sowohl bei den Auszubildenden als auch bei den Studierenden an den Hochschulen soll nicht nach Herkunft oder gesellschaftlicher Schicht ausgewählt werden, sondern nach Interessen, Begabung und Fähigkeiten. Außerdem wollen wir die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft fördern und mit speziellen Programmen die Koordination zwischen den Unternehmen und Universitäten erleichtern, so dass beide Seiten vom Wissenstransfer profitieren können.

2.) Auf die Qualität kommt es an: Die CSU will beste Bildungsqualität in allen Bereichen und Regionen Bayerns schaffen. Die Lehrenden an den Schulen, den Ausbildungsbetrieben und an den Universitäten müssen die jungen Menschen weiterhin für Bildung begeistern. Dazu müssen auch die Lehrkräfte Freude am Lehren haben und motiviert sein. Um das zu erreichen, wollen wir auch die Lehrerfortbildungen kontinuierlich weiterentwickeln. Neben der Stärkung der außerschulischen Lernorte und der Förderung von ehrenamtlichem Engagement bei den Schülern möchten wir dafür sorgen, dass die Kinder an Bayerns Schulen Schlüsselkompetenzen erlernen, die sie für ihre alltägliche und berufliche Zukunft wirklich brauchen. Außerdem soll in den kommenden Jahren auch die gesamte Hochschul- und Forschungslandschaft sowohl in den Großstädten als auch im ländlichen Raum durch gezielte Investitionen verbessert werden.

3.) Die Zukunft der Bildung ist digital: Die CSU will die technischen Möglichkeiten der Digitalisierung bestmöglich für die Bildung nutzen. Die heutigen Schüler und Studenten müssen lernen, wie man die gewünschten Informationen recherchieren kann, wie man die Verlässlichkeit von Wissen einschätzt und wie man die gewaltige Informationsflut bewältigen kann. Um diese Ziele zu erreichen, müssen wir in Bayern den Schülern den Zugang zum digitalen Werkzeug anbieten. Alle Jahrgänge sollen in Zukunft neben den klassischen Schulbüchern auch auf digitale Inhalte zugreifen können. Zu den größten Herausforderungen auf diesem Feld zählen noch die Stärkung der Medienkompetenz der Schüler, die Fähigkeit Medien sinnvoll zu nutzen sowie der sichere Umgang mit Daten. Um die Vorteile der Digitalisierung auch nutzen zu können, bedarf es zudem einer optimalen Vernetzung der verschiedenen digitalen Kompetenzen im Freistaat.


Bildungspolitische Neuerungen:

1.) Weiterentwicklung des Gymnasiums: Angesichts neuer Herausforderungen wie etwa einer wachsenden Heterogenität der Schülerschaft oder anderen gesellschaftlichen Veränderungen sieht die CSU-Landtagsfraktion die Notwendigkeit für eine punktuelle Weiterentwicklung des Gymnasiums gegeben, bei der allerdings die bewährten Grundlagen des bayerischen Gymnasiums erhalten bleiben. Neben einer Optimierung des Lehrplanes, bei dem eine Konzentration auf relevantes Fachwissen, kreative Anwendung von Wissen und selbständige Problemlösung erfolgen soll, wollen wir auch die hochwertige Ausbildung der bayerischen Lehrkräfte als die Basis der späteren Wissensvermittlung an die Schüler sicherstellen. Die gravierendste Neuerung beim Gymnasium in Bayern stellt die Flexibilisierung der Lernzeit, die sogenannte Mittelstufe plus dar. Mit diesem Zusatzangebot besteht die Möglichkeit der Dehnung der Lehrzeit in der Mittelstufe von drei auf vier Jahren, wobei der selbe Stoff vermittelt wird. Die Entscheidung über die Einführung der Mittelstufe plus trifft nach einer zweijährigen Pilotphase, um die Praxistauglichkeit zu erproben, die Einsatzschule unter Einbeziehung der gesamten Schulfamilie vor Ort.

2.) Ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote: Die CSU hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2018 in allen Schularten für jede Schülerin und für jeden Schüler ein bedarfsgerechtes Ganztagesangebot zu schaffen. Diese Ganztagesgarantie gilt auch für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf bzw. Behinderung, unabhängig davon, ob sie eine Regelschule oder eine Förderschule besuchen.