Zahlreiche Städtebaufördermittel fließen in die Region

Über vier Millionen Euro fließen über die verschiedenen Bund-Länder-Städtebauprogramme in den Bayerischen Wald

2014-08-20

Dank der Bund-Länder Städtebauprogramme "Stadtumbau West" und "Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" fließen im Jahr 2014 fast vier Millionen Euro in die Landkreise Freyung-Grafenau und Regen. Dabei erhalten Kommunen aus dem Bayerischen Wald, die besonderen demografischen und wirtschaftsstrukturellen Veränderungen ausgesetzt sind und die in einem umfassenden Erneuerungsprozess neue Impulse setzen wollen, über das Städtebauförderprogramm "Stadtumbau West" etwa 2,8 Millionen Euro an Fördergeldern. Über das Städtebauförderprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke", erhalten kleine Kommunen aus der Region, die sich in interkommunaler Zusammenarbeit um die Sicherung und Stärkung der öffentlichen Daseinsvorsorge kümmern, rund 1,4 Millionen Euro.

 Die wesentlichen Förderschwerpunkte beim Programm "Stadtumbau West" waren auch im Jahr 2014 wieder die bauliche Anpassung der städtischen Infrastruktur, die Wiedernutzung von Industrie-, Gewerbe- oder Militärbrachen, die Verbesserung des öffentlichen Raums und die Erhaltung von Gebäuden mit baukultureller Bedeutung. Im Einzelnen gefördert wurden dabei der Neubau des Grenzbahnhofes in Bayerisch Eisensten mit 240.000 Euro, die Sanierung des Ortskernes in Bodenmais mit 480.000 Euro, die Sanierung des Stadtkernes von Freyung mit 519.000 Euro, Renovierungsarbeiten in der Grafenauer Altstadt mit 725.000 Euro, Renovierungen im Regener Stadtkern mit 540.000 Euro sowie zuletzt Sanierungsarbeiten im Ortskern von Spiegelau mit 240.000 Euro.

Über das Förderprogramm "Stadtumbau West" wurden insgesamt 14 Städte in Niederbayern mit einer Gesamtsumme von über 7 Millionen Euro gefördert. Mit Hilfe des Förderprogramms können Städte und Gemeinden ihre Innenstädte und Ortsmitten attraktiv und lebendig gestalten und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Lebensqualität im ländlichen Raum.

Durch das Städtebauförderprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" werden dieses Jahr in Niederbayern insgesamt acht Kommunen in drei überörtlichen Allianzen mit einer Gesamtsumme von 2,5 Millionen Euro gefördert. 1,4 Millionen Euro erhalten dabei die Ilzer-Land-Gemeinden Perlesreut, Röhrnbach und Hutthurm. Sinn des Programms ist es, vor allem in Zeiten des demographischen Wandels die Ortskerne als vitale Zentren in ländlichen Raum zu erhalten und durch überörtliche Zusammenarbeit eine funktionierende Infrastruktur zur Daseinsvorsorge zu sichern.

Für den Markt Perlesreut sind dabei 1.026.000 Euro vorgesehen. Hauptmaßnahme ist dabei die Sanierung und der Umbau des historischen Gebäudes am Marktplatz. Dort entsteht eine zentrale Beratungs- und Informationsstelle der neun Ilzer-Land-Gemeinden. In der sogenannten „Bauhütte“ sollen private Bauherren bei den technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Aspekten der Sanierung von Leerständen in der Ortsmitte beraten und möglichst viele Interessenten von den Vorteilen einer Modernisierung und Weiterentwicklung innerörtlicher Bausubstanzen überzeugt werden. Ein Teil der Fördermittel stehen außerdem für die Weiterführung des Projektmanagements für Innenentwicklung und das Fassadenprogramm Perlesreut bereit. 300.000 Euro erhält Hutthurm, unter anderem für das Fassadenprogramm und die Gestaltung des nördlichen Ortseingangs. 78.000 Euro fließen nach Röhrnbach für den Rahmenplan zur Aktivierung der Flächen im Bereich des Kirchenumfelds.