Weitere Finanzierung der Technologiezentren gesichert

Erfolgreichen Technologietransferzentren soll auf Dauer eine staatliche Grundfinanzierung gewährt werden

2014-08-06

Die Bayerische Staatsregierung hat bei ihrer jüngsten Kabinettssitzung im neuen Heimatministerium in Nürnberg mit einem entsprechenden Beschluss die Voraussetzung dafür geschaffen, dass erfolgreichen Technologietransferzentren auf Dauer eine staatliche Grundfinanzierung gewährt werden kann. Bei der Sitzung des bayerischen Kabinetts wurde ein Haushaltsposten für den Doppelhaushalt 2015/2016 für die Grundfinanzierung der Technologiezentren beschlossen.

 

Der Beschluss ist ein entscheidender Schritt zur Fortschreibung der Erfolgsgeschichte der niederbayerischen Transferzentren, die einen wesentlichen Beitrag zum Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen vor Ort leisten. Die Technologiezentren stärken die ländlichen Regionen, denn sie sind Impulsgeber für Forschung und Entwicklung und damit für die Wirtschaftsstruktur vor Ort von großer Bedeutung. 

Ursprünglich war die staatliche Anschubfinanzierung in Höhe von einer Million Euro pro Jahr für die Technologiezentren in Teisnach, Spiegelau, Freyung, Grafenau und Ruhrstorf zunächst nur für fünf Jahre vorgesehen. Ab dem Jahr 2015 hätten die beiden 2009 gegründeten Technologiezentren in Teisnach und in Freyung, die damit als erste die enorme Erfolgsgeschichte der Transferzentren einläuteten, ohne staatliche Unterstützung betrieben werden müssen.

Mit dem Beschluss der Bayerischen Staatsregierung, eine Grundfinanzierung für die Technologiezentren in den Staatshaushalt 2015/2016 aufzunehmen, ist ein positives Signal für die Region gesetzt worden. Die Bestandssicherung der Transferzentren bedeutet zum einen Planungssicherheit für die kooperierenden Unternehmen in der Region, die sich oftmals wegen der Technologiezentren angesiedelt haben, und entlastet zum anderen die örtlichen Kommunen, die bisher schon die über die Anschubfinanzierung hinaus gehenden Kosten stemmen mussten. 

Die Tatsache, dass sich in der näheren Umgebung der bereits bestehenden Technologiezentren zahlreiche Unternehmen angesiedelt haben, dass viele Arbeitsplätze geschaffen wurden und dass die Zentren in Teisnach, Spiegelau, Grafenau und Freyung zu einem erkennbaren Aufschwung in der Region beigetragen haben, zeigt, dass diese Technologiezentren keine Strohfeuer sind, sondern eine nachhaltige Erfolgsgeschichte.

Um die angewandte Forschung und Entwicklung sowie die Kooperation von Hochschulen und Unternehmen in der Region zu stärken, wurden seit 2009 im Umfeld von Hochschulen für angewandte Wissenschaften bisher bayernweit 16 Technologietransferzentren errichtet. Ihre Aufgabe ist es, in Kooperation mit  ortsansässigen Unternehmen anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung zu Zukunftsthemen wie erneuerbare Energien oder Elektromobilität zu betreiben und damit den Wissens- und Technologietransfer zu unterstützen. Die fachlichen Schwerpunkte der Zentren orientieren sich an der Struktur der Wirtschaftsunternehmen in der jeweiligen Region.

Besonders betroffen von dieser Entscheidung des Bayerischen Kabinetts ist der Landkreis Freyung-Grafenau. Als einziger Landkreis in Bayern verfügt er mit Spiegelau, Grafenau und Freyung über drei Technologietransferzentren. Deshalb stellt die Entscheidung für die Grundfinanzierung aus dem bayerischen Staatshaushalt eine wichtige finanzielle Entlastung für die Kommunen im Landkreis und für den Landkreis Freyung-Grafenau selbst dar.

Mit den Technologietransferzentren verfügt Bayern gerade in den ländlichen Regionen über ein Instrument, das Forschung und Entwicklung ankurbelt, Wirtschaftswachstum generiert und das weltweit einmalig ist.