CSU-Kreisverband Freyung-Grafenau unterstützt die Bewerbung der Universität Passau um den Aufbau eines Kompetenzzentrums „Internet“

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Gesamtkonzept zur Digitalisierung des Freistaates Bayern unter dem Schlagwort „Digital Bavaria“ aufgelegt. Der CSU-Kreisverband FRG befürwortet in diesem Zusammenhang die ausgefeilte und überzeugende Bewerbung der Universität in Passau zum Aufbau eines Kompetenzzentrum „Internet“ in der Drei-Flüsse- Stadt.

Die Bewerbung, die auf den vier Säulen Kompetenzaufbau, digitale Existenzgründungen, Kompetenzzentrum „Internet“ und der Gründerinitiative „digitale, internetbasierte Wirtschaft“ ruht, stellt eine große Chance für die gesamte Region dar. Durch eine enge inhaltliche Vernetzung mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deggendorf entsteht hier die Chance, ein Cluster für Internetforschung und -wirtschaft zu etablieren, welches auf den bereits ausgeprägt vorhandenen Kompetenzen der Universität Passau und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Deggendorf im Bereich IT fußt.

Nach Ansicht des CSU-Kreisverbandes sollte jedoch von Anfang an bei der Bewerbung im Rahmen von „Digital Bavaria“ auf drei Dinge Wert gelegt werden:

1. Die Vernetzung in die Region hinein sollte von Anfang an zum Thema gemacht werden, da beispielsweise der Technologie Campus Freyung mit seinen Schwerpunkten Geoinformationssysteme und Embedded Systems bereits in artverwandten ITBereichen forscht und entwickelt. Eine Angliederung einer Forschungsgruppe im Rahmen der Digitalisierungsoffensive des Freistaates Bayerns ist hier inhaltlich gut begründbar und setzt die bereits so erfolgreich praktizierte Strategie von Ausgründungen der Hochschulen in den Bayerischen Wald fort. Der CSU-Kreisverband schlägt deshalb vor, explizit die Vision von Ausgründungen aus der Universität Passau in den Landkreis Freyung-Grafenau mit in das Konzept aufzunehmen.

2. Die Initiative der „digitalen Revolution“ an der Universität Passau als technologischer Leuchtturm und markanter Meilenstein in der internationalen Hochschullandschaft bietet die Chance, mittelfristig in Richtung einer zweiten Fraunhofer-Einrichtung zu gehen, welche das östliche Niederbayern schon längst verdient hat. Eine solche Fraunhofer-Einrichtung würde das Image der Region als attraktiver Forschungsraum weiter verstärken.

3. Die bereits so gut funktionierende Vernetzung zwischen den niederbayerischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaft in Deggendorf und Landshut sowie der Universität Passau muss weitergeführt werden und im Bereich der „Digital Bavaria“ auch um eine inhaltliche Vernetzung, z. B. zur EDV-Schule nach Plattling ergänzt werden. Laut Industrie- und Handelskammer ist der IT-Sektor in Niederbayern der am stärksten und schnellsten wachsende Wirtschaftsbereich. Durch eine enge Kooperation aller in diesem Bereich tätigen Entwicklungs- und Hochschuleinrichtungen kann der Bayerische Wald zu einem international bekannten Zentrum für IT-Entwicklung, ITFirmengründungen und E-Business werden.